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Celle Stadt Celles Altstadt wird "grün wie noch nie"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles Altstadt wird "grün wie noch nie"
20:35 09.03.2018
Von Michael Ende
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Das war früher ganz anders. Damals wurden Bürger, die in Eigeninitiative etwa grüne Akzente setzen wollten, ausgebremst und hart bestraft. Krasses Beispiel für stures Durchgreifen der Obrigkeit gegen einen „Wildwuchs“-Verbrecher war 2007 der Gastronom Jean Priol, der ohne behördliche Erlaubnis mit Maispflanzen und Weinreben den Zugang zu seinem Lokal verschönern wollte. Der Amtsschimmel keilte aus, und Priol landete deswegen hinter schwedischen Gardinen. Priol hatte sich geweigert, ein Bußgeld der Stadt zu zahlen und saß lieber vier Tage Erzwingungshaft ab.

Das soll nun ganz anders werden, und Nigge will richtig loslegen. „Die Celler Altstadt wird in diesem Jahr begrünt wie noch nie – und dies dauerhaft, hochwertig und ausschließlich durch Sachspenden engagierter Celler Unternehmen“, betont Nigge. „Die Aufenthalts- und Lebensqualität in der Innenstadt wird damit nachhaltig erhöht – sowohl für unsere Bürger, als auch auswärtige Touristen“, freut sich der Oberbürgermeister.

Konkret sollen in den kommenden Wochen insgesamt 25 hochwertige Pflanzkübel in drei unterschiedlichen Größenvarianten (0,9 mal 0,9 Meter; 1,2 mal 1,2 Meter und 2,5 mal 2,5 Meter) im gesamten Innenstadtgebiet aufgestellt werden. Nigge: „Während die kleinsten Pflanzgefäße lediglich die Innenstadt begrünen, laden die elf mittleren und drei großen Varianten dank integrierter Sitzflächen zusätzlich zum Ausruhen und Verweilen ein.“ Ein ausgeklügeltes Bepflanzungskonzept solle im Übrigen dafür sorgen, dass es in den Behältern ganzjährig grünt und blüht.

Die Zeiten, in denen die Stadtverwaltung vorsätzlich Brennnesseln und Quecke in Blumenkübeln wachsen ließ, um zu demonstrieren, dass die Stadt kein Geld habe, sollten endgültig vorbei sein. Nigge: „Das führt doch zu nichts. Unsere Haushaltslage ist immer noch desolat, aber wir wollen trotzdem vorankommen.“ Deshalb die Idee mit den Sponsoren.

„Es ist großartig zu sehen, was in Celle möglich ist, wenn alle zum Wohle unserer Heimatstadt an einem Strang ziehen. Celle blüht im wahrsten Sinne des Wortes auf, weil wir Freiräume schaffen und Chancen eröffnen, die wieder Lust machen, sich einzu-bringen und Celle aktiv mitzugestalten“, so Nigge. „Mein besonderer Dank gilt allen Sponsoren, die mit dieser Aktion ihre besondere Verbundenheit mit Celle zum Ausdruck bringen.“

Die Sponsoren hätten richtig Geld in die Hand genommen, sagt Nigge: „Die Pflanzkübel sind keine einfachen Pötte, sondern Gefäße, die zum Beispiel über eigene Wasserreservoirs verfügen, so dass so schnell nichts vertrocknet, auch wenn im Sommer ein-mal einen Tag lang nicht bewässert wird.“ Solche Qualität habe ihren Preis: „Die Kübel kosten zwischen 2000 bis 8000 Euro.“

Das Aufstellen der Pflanzkübel soll voraussichtlich ab der 17. Kalenderwoche erfolgen. Nigge freut sich schon darauf: „Wenn der Frühling richtig in Gang kommt, wird auch unsere Altstadt aufblühen.“

"Gute Arbeit – Gute Leute – Gutes Geld" - unter diesem Motto haben gestern rund 60 Mitarbeiter der Celler Stadtverwaltung unter andrem für Gehaltserhöhungen demonstriert. Im Rahmen einer tarifpolitischen Mittagspause vor dem Neuen Rathaus forderten die Beschäftigten, dass ihre Löhne um 6 Prozent, mindestens aber um 200 Euro monatlich erhöht werden sollten.

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Schon die Namen der beim Celler Kammermusikring gastierenden Musiker versprachen Musikgenuss vom Feinsten. Und so kam es dann auch: Die „Camerata Bern“ erwies sich als formidable Streicherformation. Dass ihre Leiterin am ersten Geigenpult, Antje Weithaas, dem Abend ein besonderes Gepräge verleihen würde, das war zu erwarten, dass die Streicher neben Weithaas dem Niveau ihrer Leiterin aber kaum nachstanden, das war dann aber doch nicht selbstverständlich. Toll. Und doch war dieser Abend kein ungetrübtes Erlebnis.

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Ein "Pop-up-Store", ein Geschäft für verschiedenste Produkte aus der Kreativwirtschaft, in der Celler Innenstadt soll es künftig auch kleinen Anbietern ermöglichen, ihre Produkte besser zu vermarkten. In dem Laden könnten sie sich zum Beispiel Regalabteile mieten, hieß es jetzt seitens der "CreativCelle" Kunst & Design, die bei der Versammlung des Vereins "CelleCreativ" bekannt gab, ein entsprechendes Konzept erarbeiten zu wollen.

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