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Celle Stadt Celles Oberbürgermeister Nigge: "Wir nehmen, was wir kriegen können"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles Oberbürgermeister Nigge: "Wir nehmen, was wir kriegen können"
09:46 14.03.2018
Von Christian Link
Jörg Nigge (links) und Stephan Weil streiten sich im CellerRittersaal. Moderatorin Jessica Bloem schaut amüsiert zu. Quelle: Christian Link
Celle Stadt

In einer Talkrunde mit Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Ministerpräsident Stephan Weil und Aline Henke, Präsidentin der IHK Lüneburg-Wolfsburg, geriet Nigge früh in die Defensive. Moderatorin Jessica Bloem fragte gleich zu Beginn nach Nigges vor einem Jahr geäußerten Plänen, "Celle zur wirtschaftsfreundlichsten Stadt Deutschlands zu machen". "Wirtschaftsfreundlich ist nicht gleich wirtschaftsstark", stellte Nigge klar und verwies auf die um zwei Stellen vergrößerte Wirtschaftsförderung im Celler Rathaus: "Wir sind sehr umtriebig gewesen. Wir rollen Unternehmen mittlerweile den Roten Teppich aus."

Auf die Frage, welche Industrie in Celle gerne gesehen ist, zeigte sich Nigge anspruchslos und hatte die Lacher auf seiner Seite. "Wir nehmen, was wir kriegen können", sagte der CDU-Politiker. Schließlich stehe der Residenzstadt nach den Einbrüchen in der Ölbohrserviceindustrie das Wasser bis zum Hals. "Alles geht zu langsam, wir sind in vielen Bereichen abgehängt", so Nigge. Sitznachbar Stephan Weil machte allerdings nicht den Eindruck, dass seine Regierung auf die Nöte der Stadt Celle besonders eingehen werde. Stattdessen, so der Ministerpräsident, sollte es die Residenzstadt mit kommunalen Förderprogrammen versuchen.

Der Ministerpräsident sprach lieber über den Fachkräftemangel. "Ich bin vor 21 Jahren zum Kämmerer eines Vororts von Celle gewählt worden", berichtete Weil, der von 2006 bis 2013 Oberbürgermeister in Hannover war. Damals hätten sich die Unternehmer von ihm zwei Dinge gewünscht – Steuersenkungen und Entbürokratisierung. Heute heiße es: "Herr Ministerpräsident, sorgen sie für qualifizierten Nachwuchs." Weitere wichtige Zukunftsthemen sind für Weil auch die Verkehrs- und Energiewege sowie die Datennetze. "Wir stehen da mitten in einer Aufholjagd", kommentierte Weil den Breitbandausbau in Niedersachsen.

Besteht für Flüchtlinge im Landkreis Celle ein nächtlicher Hausarrest? Dazu hat es einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg gegeben, der deutlich besagt: Die bisher geltende Pflicht für Flüchtlinge im Dublin-Verfahren, sich montags bis freitags zwischen 0 und 7 Uhr in der ihnen zugewiesenen Unterkunft aufzuhalten, ist rechtswidrig. Damit hat das OVG die Entscheidungen vorheriger Instanzen gekippt.

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