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Celle Stadt Celles Superintendentin kann sich Leben als Gärtnerin vorstellen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles Superintendentin kann sich Leben als Gärtnerin vorstellen
20:01 22.05.2018
Jessy James LaFleur (links) und Andrea Burgk-Lempart haben sich ein Rededuell im Glocktenturm der Celler Stadtkirche geliefert. Quelle: Doris Hennies
Celle Stadt

Die quirlige, immer für spontane Einfälle bekannte Jessy James LaFleur hatte sich für dieses Rededuell „besonders gut vorbereitet“ – schließlich saß ihr mit Andrea Burgk-Lempart die seit November neu im Amt befindliche Superintendentin des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Celle gegenüber.

Nach dem Buch ihres Lebens braucht man eine promovierte, engagierte und überzeugte Theologin vielleicht nicht zu fragen, deshalb bewegten sich die gestellten Fragen auch eher im biographischen Bereich. Keine Lieblingsbuch-Besprechung also, sondern ein sehr persönlicher Ausflug zwischen Lebenswahrheiten, Erlebnissen und selbst gemachten Erfahrungen – Antworten auf eine Frageliste, mal sachlich, zwischendrin aber auch sehr provokant.

Schon in der „Aufwärmrunde“ ging es gut zur Sache. LaFleur hatte nächtlichen U-Bahn-Fahrenden durch Berlin die Frage gestellt: „Was wollten sie schon immer mal eine Pastorin fragen?“ Den bunten Fragen-Mix hatte sie auch in die Talk-Runde mitgebracht – sachliche Fragen nach der Lieblingspredigt, anvertrauten Geheimnissen, der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Glaube – schräg-provokante Fragen nach der Bewertung von Selbstbefriedigung und Homosexualität oder dem Himmelreich für Tiere. Aber auch tiefschürfende Fragen wie „Warum lässt Gott zu, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken?“ und die Vorstellung eines personifizierten Bösen oder wie sie sich als Frau in der Kirche fühle. Andrea Burgk-Lempart blieb keine Antwort schuldig, verstand es aber meisterlich, dort, wo sie es für richtig hielt, zurückhaltend bedeckt zu bleiben – verblüfft manchmal ja, aber nie aus der Ruhe gebracht.

Mehr über ihre Person und Persönlichkeit erfuhr das dicht gedrängte Publikum nach der Pause. Etwa dass sie früher eine begabte Kunstturnerin war. Wäre sie nicht Pastorin geworden, hätte sie sich ein Leben als „Landwirtin, Gärtnerin oder Klosterschwester“ vorstellen können. „Die Entscheidung hat sich einfach ergeben.“ Was nicht bedeutet, dass sie heute nicht leidenschaftlich für ihre Kirche und ihren Glauben eintritt – davon überzeugte jede ihrer Ausführungen. Nein, missionieren will sie nicht, aber erzählen, wovon sie überzeugt ist, „was für mich wichtig ist, und dafür eintreten“. Die typischste Reaktion auf „Ich bin Pastorin“: „So sehen Sie gar nicht aus!“ – Keine Anfeindung, vielmehr viele auch unerfragte Lebensbeichten: So sieht eine Frau aus, die Verlässlichkeit und souveräne Stärke ausstrahlt, und so haben auch die Zuhörer sie erlebt.

Von Doris Hennies

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