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Celle Stadt Celles Superintendentin will persönliche Gespräche nutzen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles Superintendentin will persönliche Gespräche nutzen
19:02 13.03.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Celles neue Superintendentin Andrea Burgk-Lempart ist eine Frau des Wortes. Dies hat sie bei ihrer 100-Tage-Bilanz unmissverständlich klargemacht. Während des Gesprächs in ihrem Büro prangt an der Wand ihr Lieblingsbibelzitat: "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden" (Korinther 5,17). Besonders freute sie sich während der ersten Wochen, dass gegen den Trend zum Kirchenaustritt drei Celler den Weg zur Superintendentur fanden, um neu oder wieder in die Kirche einzutreten. "Ich nutze gerne die Gelegenheit zum Gespräch, damit die Celler ihre persönliche Geschichte erzählen können", betont Andrea Burgk-Lempart. Ein Mann ließ sich während zahlreicher Zugfahrten von einem Kirchenvorstand in Diskussionen über "Gott und die Welt" überzeugen. Eine Frau, die wegen finanzieller Gründe austrat, trat im Alter wieder ein, weil sie das Engagement der Kirche unterstützenswert fand.

Doch Celles Superintendentin macht sich keine Illusionen. "Wir werden die bedauerliche Tendenz der Kirchenaustritte nicht aufhalten können. Auch nicht durch noch mehr Engagement." Sie appelliert an die vielen Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, sich nicht zu verausgaben. "Ich will einen achtsamen Blick darauf lenken, was gut läuft. Und die Menschen darin bestärken. Es bringt nichts, wenn alle alles machen."

Zur Kirchenvorstandswahl am 11. März besuchte Celles Superintendentin ein Drittel der 30 Gemeinden im Kirchenkreis Celle und die Wahlzentrale. Die Beteiligung ging im Vergleich zur Wahl im Jahr 2012 dennoch leicht von 16,9 auf 15,9 Prozent zurück. Doch das Angebot der Briefwahl in einigen Kirchengemeinden habe sich ausgezahlt, so Andrea Burgk-Lempart. In der Stadtkirchengemeinde konnte so die Beteiligung um 100 Prozent von 12 auf 24 Prozent gesteigert werden. Bei Spitzenreiter Hohnhorst machten 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze. 254 14- und 15-Jährige nutzten die neue Regelung, bereits nach der Konfirmation wählen zu dürfen.

Das Durchschnittsalter der gewählten Kirchenvorsteher liegt bei 52 Jahren. Vier gewählte Kirchenvorstandsmitglieder sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. 107 Vorsteher wurden wiedergewählt, 8 weniger als 2012. Der Frauenanteil stieg von 57,3 auf 59,5 Prozent.

Jeden Freitag tourt die Superintendentin durch den Kirchenkreis. Sie will alle Gemeinden und Einrichtungen besuchen. Mitunter traf sie in den Kirchengemeinden auf Skepsis, da die Trägerschaft einiger Kitas auf den Kirchenkreis übertragen wurde. In Zukunft will Andrea Burgk-Lempart noch mehr die nachbarschaftlichen Verbindungen stärken. Gelegenheit geben wieder die "Wunden Punkte – Passionsandachten vor Ort" in der Karwoche jeweils um 18 Uhr.

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