Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celles Zukunft: Spaß-Events oder Kulturangebote?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles Zukunft: Spaß-Events oder Kulturangebote?
18:40 05.11.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Ob Miss Barock, Weihnachtsmannmeisterschaft oder Männer-Parking: So manches hatte sich TRC-Veranstaltungsleiter Alexander Hass einfallen lassen, um den Bekanntheitsgrad Celles zu erhöhen. Ob nach seinem Weggang in der städtischen TRC-Nachfolgegesellschaft ähnliche Akzente gesetzt werden, bleibt abzuwarten.

Im Juni hatte der Rat beschlossen, dass sich Celle beim Marketing als Residenzstadt und „feine Schwester“ Hannovers mit barockem Flair, als Stadt der Museen und des Neuen Bauens präsentieren soll und dadurch zahlungskräftige Städtetouristen anlockt. Das Residenz-Image soll sich auch im Eventbereich niederschlagen.

Bedeutet dies den Abschied von Spaßveranstaltungen à la Hass? „Ich denke, wir brauchen beides“, sagt Erste Stadträtin Susanne Schmitt. Als Beispiel nennt sie die Miss-Barock-Wahl, die ein Massenpublikum erreichte und stets auf ein großes mediales Echo stieß. Hier gebe es einen gelungenen Bezug zum Thema Residenz. Über ähnliche Formate müsse man sich in Zukunft Gedanken machen. Gleichzeitig sollte es aber auch „kleinere und feinere“ Angebote geben.

Für den Posten des Geschäftsführers der zukünftigen städtischen Gesellschaft für Tourismus, Stadtmarketing und Veranstaltungsmanagement liegen derzeit 43 Bewerbungen vor. In der kommenden Woche werden erste Gespräche mit den Bewerbern geführt. Schmitt hofft, dass die neue Gesellschaft zum 1. Januar 2011 einen Geschäftsführer hat. Für den Posten des Eventmanagers gibt es noch keine Ausschreibung. Diese Personalie müsse mit dem neuen Geschäftsführer abgestimmt werden, so die Erste Stadträtin.

Für die neue Gesellschaft sind im Haushalt 2011 und in den Folgejahren jeweils 800000 Euro eingeplant. Schmitt hielte es für „fatal“, angesichts der angespannten Haushaltslage dort den Rotstift anzusetzen. „Wir wollen die neue TRC nicht gleich wieder in eine finanzielle Schieflage bringen.“ Gleichwohl gelte es, bei Veranstaltungen wie Altstadtfest oder Streetparade im Kostenrahmen zu bleiben.