Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Center-Gegner im politischen Kreuzfeuer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Center-Gegner im politischen Kreuzfeuer
16:27 17.02.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

Mit Schimpftiraden und Untergangsvisionen könne man keine Politik machen, sagt Celles CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Heiko Gevers, nachdem er von Heinz Kroczek, Sprecher des Arbeitskreises Bürger in Celle (ABCe), als „verantwortungslos“, „blind“ und „arrogant“ bezeichnet worden ist, weil sich CDU und FDP für den Bau eines Einkaufscenters in der Celler City ausgesprochen hatten: „Anstatt konkrete – meinetwegen auch alternative – Vorschläge für die positive und vernünftige Entwicklung der Celler Innenstadt zu formulieren, gefällt sich Herr Kroczek in der Rolle des schwarzsehenden Zynikers, der den Untergang von Celle vor Augen hat. Ist das seine Vision für die Zukunft unsere Stadt? Meine ist es nicht! Ich freue mich auf die weitere kompetente Entwicklung einer realistischen Gestaltung in der Celler Innenstadt. Und ich wünsche allen Kaufleuten in unserer Stadt die Klugheit zu erkennen, dass Entwicklung nur mit Energie und Mut zur Veränderung erfolgt – nicht mit der ewigen Nörgelei von ABCe.“

Konstruktive Ansätze seitens des ABCe vermisse man , so Gevers: „Die Herrschaften werden immer erst munter, wenn sie eine Gefahr für ihre eigenen Geschäfte sehen. Die Einkaufswünsche eines großen Teils der Bevölkerung sind ihnen egal; das Abwandern der Kaufkraft in die großen Nachbarstädte wird ignoriert. Nicht verhindern wollen, sondern sich der Realität stellen und besser sein als der Mitbewerber – solche Gedanken sollten Antrieb für jeden Gewerbetreibenden sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Celle keine Kaufleute gibt, die so denken.“

Scharfe Kritik am ABCe kommt auch vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden und Landtagsabgeordnete Thomas Adasch: „Wer wie ABCe agiert, schadet massiv den Interessen dieser Stadt nach innen wie außen – und dauerhaft auch sich selbst. Wer wie der ABCe ständig nur kritisiert, blockiert und verhindert und gleichzeitig keine konkreten Vorschläge macht, trägt dazu bei, dass Celle im landesweiten Vergleich abgehängt wird.“

 Auch die Stadtverwaltung war vom ABCe scharf attackiert worden. „Beleidigungen bringen nichts“, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD): „Man sollte den von der politischen Mehrheit beschlossenen Veränderungsprozess akzeptieren.“ Auch der ABCe sei aufgerufen, diese Entwicklung durch konstruktive Zusammenarbeit zu unterstützen. Mende: „Allein etwas nicht zu wollen, führt zu nichts. Wir müssen sehen, wie wir die Stadt gemeinsam voran bringen.“