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Celle Stadt City-Wohnen: Stadt soll aufwachen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt City-Wohnen: Stadt soll aufwachen
16:30 12.02.2010
Von Michael Ende
Hans-Herbert Encke links und Joachim Falkenhagen vor Goldener Sonne in der Schuhstraße Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Die Politik gibt die Richtung vor, und die Stadtverwaltung hält sich an diesen Kurs – so sollte es zumindest sein. Ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen sollte, sei das Haus „Zur goldenen Sonne“, sagt FDP-Stadtratsfraktionschef Joachim Falkenhagen: „Wir als Stadt haben 2008 dieses Gebäude in der Schuhstraße für 175000 Euro eigens zu dem Zweck erworben, es als Tauschliegenschaft in Planungen zum Thema neues Wohnen inmitten alter Bausubstanz im Quartier zwischen Schuhstraße und Nordwall einzubringen.“ Das sei jedoch nicht geschehen. Falkenhagen: „Die Biermann-Administration im Rathaus ist wie auch bei anderen politischen Ansätzen einfach nicht darauf eingegangen – ein Unding.“

Anstatt die „Sonne“ als Baustein für Wohnkonzepte, wie sie schon im inzwischen fast in Vergessenheit Zentro-Konzept geplant worden waren, einzusetzen, habe die Stadt hier lediglich eine temporäre Nutzung mit der Fachhochschule Hildesheim (HAWK) vereinbart. Diese zur „Mini-Universität“ hochstilisierte Einrichtung sei zwar an sich eine gute Sache, doch um das eigentliche Anliegen der Politik habe man sich im Rathaus bisher wenig geschert, so Falkenhagen: „Wir bitten die Verwaltung nunmehr erneut, das ursprüngliche Planungsziel aufzugreifen, zu entwickeln und dem Rat regelmäßig über Fortschritte zu berichten.“

In der neuen „Mende-Administration“ hat man diese Aufforderung zumindest zur Kenntnis genommen. Das Thema Wohnen habe man „auf dem Zettel“, so Stadtbaurat Matthias Hardinghaus: „Wir müssen jetzt erstmal ins Förderprogramm Denkmalschutz West kommen, und dann können wir einzelne Ideen wie auch das Wohnen zu einer Gesamtstrategie bündeln. Wir brauchen ein Konzept für die ganze Innenstadt.“