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Celle Stadt Collegium Cellense: Ich wollt, ich wär' ein Huhn ...
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Collegium Cellense: Ich wollt, ich wär' ein Huhn ...
17:52 27.04.2016
Celle Stadt

Am Dienstag drehte sich in der Kinder-Uni alles rund ums Ei. Zusammen mit Professor Silke Rautenschlein von der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurden viele interessante Fragen zum Thema „Ei und Huhn“ geklärt.

Rautenschlein erläuterte zunächst einmal, was Hühner sind: Hühner sind ovipare Tiere, sie legen also Eier. Heutzutage geht man davon aus, dass Hühner so etwas wie weiterentwickelte Dinosaurier sind. „Ein komischer Vergleich“, fand die achtjährige Lena. Anhand einer bildlichen Grafik wurde ersichtlich, dass sich aus den Landdinosauriern Dinosaurier mit Flügeln entwickelt haben. Heute nennen wir sie Hühner.

Weiter ging es mit den unterschiedlichen Arten von Hühnerhaltung. Dazu erklärte Rautenschlein die zwei wichtigsten Haltungsformen: Bodenhaltung und Freilandhaltung. Bodenhaltung bedeutet, dass die Legehennen in einem geschlossenen Stall leben, in dem sie sich frei bewegen können. Der Stall kann dabei auf bis zu vier Ebenen übereinander angeordnet sein, die aus Sitzstangen und höher gelegenen Laufflächen bestehen.In der Freilandhaltung haben die Legehennen neben dem Stall, der den Anforderungen an die Bodenhaltung entspricht, tagsüber uneingeschränkt Zugang zu einem Auslauf von vier Quadratmetern pro Henne. Die Auslauffläche sollte zum größten Teil bewachsen sein und nicht zu anderen Zwecken genutzt werden, außer als Obstgarten, Wald oder Weide. Die Freilandhaltung hat allerdings einen Nachteil: Unter freiem Himmel sind die Hühner Raubvögeln ausgeliefert.

Aber wie viele Eier isst ein Mensch überhaupt im Jahr? Die Antwort darauf: Es sind im Durchschnitt ganze 211 Eier. Das heißt, es müssen pro Jahr zirka siebzehn Milliarden Eier produziert werden. „Das ist aber viel“, staunten die jungen Studenten. „Und ob. Dabei legen die Hennen im Schnitt nur ein Ei pro Tag“, erklärte die Vortragende. Die meisten Eier essen die Verbraucher „in versteckter Form“, das heißt in Kuchen, Fertiggerichten oder Süßigkeiten.

Da in Deutschland ein hoher Eierbedarf herrscht, spielt dieser Lebensmittelindustriezweig eine große Rolle. Industrielle Produktion bedeutet, dass die Eier von den Hennen gelegt, danach direkt per Laufband zum Förderraum transportiert werden, wo sie nach Größe sortiert und gestempelt werden, um die Haltungsart, Legedatum und Größe mitzuteilen. Schlussendlich werden die Eier in handelsübliche Kartons gefüllt und sind versandfertig.

Von Frida Maecker