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Celle Stadt Collegium Cellense: Kinder haben Keine Angst vor Supervulkanen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Collegium Cellense: Kinder haben Keine Angst vor Supervulkanen
21:39 12.12.2013
Professor Gerhard Wörner entführte die Kinder in die Welt der Supervulkane. Quelle: Gert Neumann
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Angst vor dem Ausbruch eines der wenigen Supervulkane müsse man nicht haben, beruhigte Wörner. Der letzte Ausbruch eines solchen Vulkans sei vor 74.000 Jahren gewesen, wodurch die Menschheit allerdings fast ausgestorben sei. Dies sei der Toba gewesen, dessen Zusatz Caldera ihn als Supervulkan ausweist, so der Professor, dessen persönliche Begegnung mit einigen Vulkanen die Vorlesung für die Kinder noch spannender machte.

Wörner machte dies auf einer Großleinwand auch optisch deutlich.1980 habe er bei vulkanologischen Arbeiten die Eruption des Mount St. Helens in den USA miterlebt. Wobei Magma in der Größenordnung von einem Kubik-Kilometer in die Atmosphäre geschleudert wurde. Der Toba Caldera habe 2800 Kubikkilometer Magma ausgespuckt. Angst vor einem solchen Ausbruch brauche die Menschheit nicht zu haben, denn die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs sei sehr gering.

Vulkane kommen überall vor, vor allem aber an den Rändern des Pazifischen Ozeans. Nur seien diese Vulkane trotz häufiger Ausbrüche relativ harmlos. Die Vulkane Mauna Kea und Mauna Loa auf Hawaii seinen so gutmütig, dass sich Magma nur langsam Richtung Pazifik ergießt. Auch am Südpol und in der Eifel gebe es Vulkane. "Und das sei auch gut, weil sie einen wesentlichen Zweck erfüllen im Kreislauf der Natur", sagt Wörner. Seit Milliarden von Jahren schließen sie den CO2-Kreislauf der Erde, indem ihre freigesetzten Gase in Verbindung mit dem Wasser Riffe in den Ozeanen bilden. Ohne diesen Kreislauf gebe es kein Festland, keine Gebirge und wäre es viel zu kalt für die Menschen auf der Erde.

Von Gert Neumann