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Celle Stadt Cybermobbing: „Was einmal im Netz ist, bleibt auch im Netz“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Cybermobbing: „Was einmal im Netz ist, bleibt auch im Netz“
11:45 06.09.2013
Celle Stadt

Inhaltlich geht es um einen Protagonisten, der dem wahren Leben immer etwas hinterherläuft und sich nun mithilfe eines gefälschten Facebook-Accounts unter dem Namen Rocco größere Beliebtheit und ein besseres Selbstwertgefühl verschaffen möchte, damit jedoch eine Menge Chaos anrichtet. Nach einer kurzen Lesung des Autors war der Fragenansturm der Zuhörer kaum noch zu bremsen. Dabei ging es in erster Linie um beim Lesen entstandene Unklarheiten sowie die geplante Buchverfilmung. Broicher plauderte einige interessante Details aus: Drehbuchautor sei Christoph Silber, aus dessen Feder auch die Drehbücher zu „Goethe!“ und „Good bye Lenin“ stammen. Wunschkandidat für die Hauptrolle sei David Kross, bekannt aus „Der Vorleser“ und „Krabat“.

Auf die Frage, ob er selbst denn auch einmal in einer Szene mitwirken wolle, antwortete Broicher mit einem Schmunzeln: „ Lieber nicht. Hinter einem Buchrücken fühle ich mich wohler.“

Bei der Autorenlesung war auch Christian Riemann von der Polizei Celle zu Gast, der im Anschluss mit den Schülern über die Gefahren sozialer Netzwerke, Cybermobbing und Internetkriminalität im Allgemeinen gesprochen hat. Wie viel Einblick in die Daten der User die Polizei tatsächlich habe war eine Frage, die unter den Schülern immer wieder auftrat. Obwohl Riemann sich zu den technischen Mitteln nicht äußerte, konnte er seine Zuhörer beruhigen: „ Wir können und wollen nicht sämtliche eurer privaten Chats lesen.“ Trotzdem appellierte er nachdrücklich, vorsichtiger mit sozialen Netzwerken und dem Internet im Allgemeinen umzugehen: „Was einmal im Netz ist, bleibt auch im Netz. Geht sensibel mit euren Daten um.“

Auch Broicher gab noch ein paar eindringliche Hinweise und wies auf die Gefahr des Realitätsverlustes in Zusammenhang mit Fake-Profilen hin, der bei der Nutzung von Facebook und anderen Medien sehr schnell entstehen könne: „Cool ist nicht wirklich cool. Wer möchte schon mit einem Poser befreundet sein? Das sind nicht die Typen, die man wirklich mag.“ (ste)

Von Stefanie Franke