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Celle Stadt D.I.S.C.O.: „Wer hierherkommt, der nutzt jede Stunde“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt D.I.S.C.O.: „Wer hierherkommt, der nutzt jede Stunde“
03:55 10.02.2018
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Dass D.I.S.C.O., die barrierefreie Party der CD-Kaserne in Kooperation mit Lobetal und der Lebenshilfe Celle, mittlerweile Kultstatus erreicht hat, merkt man an diesem Donnerstag ganz deutlich. Bereits eine halbe Stunde nach Einlass ist die Tanzfläche gut gefüllt. Heute Abend ist Fasching angesagt: Vor der Bühne bewegen sich Musketiere, Teufel, Punks und Cowboys ausgelassen im Takt der Musik – ja, sogar eine Biene Maja dreht munter ihre Kreise. „Wer hierherkommt, der nutzt jede Stunde“, sagt Janine Boje. „Die Leute legen los, genießen ohne Hemmungen – da kann man echt noch was von lernen.“

Die Veranstaltungsreihe, die in regelmäßigen Abständen in Halle 16 der CD-Kaserne stattfindet, richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung. „Schade, dass es die Disco nicht öfter gibt“, findet Boje. „Als Mensch ohne Behinderung geht man ja eigentlich fast jedes Wochenende aus, ohne dass man sich überhaupt groß Gedanken darüber macht, dass es für andere eben nicht selbstverständlich ist.“ Sie selbst arbeitet als Betreuerin bei Lobetal, ist an diesem Abend aber privat zum barrierefreien Tanzvergnügen gekommen. „Ich bin mit einem Schützling da, für den ich die Verhinderungspflege übernehme“, erzählt sie. „Das mache ich jedes Mal so – sie freut sich schon immer riesig darauf.“

Das Konzept scheint nicht nur bei Bojes Schützling gut anzukommen – eine Stunde, nachdem sich die Türen vor der Halle 16 für die D.I.S.C.O.-Party geöffnet haben, wartet vor dem Einlass noch immer geduldig eine kleine Schlange. Brechend voll ist es an diesem Donnerstag, die Stimmung ist gut. Und Berührungsängste hat hier jedenfalls keiner. „Auch mal beißen?“, fragt ein wildfremder junger Mann fröhlich, und schiebt auffordernd die Serviette mit seinem Hot Dog herüber.

Sie beobachte oft, dass auch viele nicht behinderte Jugendliche zum Tanzen in die CD-Kaserne kämen, berichtet Boje. Spätestens am Ende des Abends merke sowieso keiner mehr einen großen Unterschied zwischen behinderten und nicht behinderten Gästen. „Toll, dass es diese Möglichkeit gibt“, sagt sie. „Ich finde es auch gut, dass sich die unterschiedlichen Einrichtungen hier treffen und miteinander vernetzen können.“ Überhaupt sei es schön, seine Leute einmal außerhalb des normalen Tagesablaufes zu sehen – so lerne man sie nochmal ganz anders kennen. „Tanzen werde ich auf jeden Fall heute auch noch“, verrät Boje zum Schluss. „Spätestens wenn die Polonaise losgeht, gibt’s kein Halten mehr.“

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