Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt DRK Celle: Blutspende zwischen DVDs
Celle Aus der Stadt Celle Stadt DRK Celle: Blutspende zwischen DVDs
17:30 24.03.2017
Um Erstspender wie Julia Cotterill, die von ihrer Nichte Lenya begleitet wurde, kümmerten sich die Mitarbeiter des Blutspendedienstes am Freitagnachmittag bei Saturn besonders gut. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Saturn-Kunden müssen nur die Rolltreppe nach unten nehmen und sich ausweisen. Das DRK-Team samt Arzt checkt die aktuelle Körpertemperatur, Hämoglobin-Werte und Blutdruck, dann kann es losgehen. 10 bis 15 Minuten nach dem Pieks ist der Beutel voll. Im Anschluss können die Spender sich in Ruhe am reichhaltigen Buffet bedienen und sich langsam erholen.

Saturn-Mitarbeiter Lars Prüfer spendet seit 2009 regelmäßig Blut in der CD-Kaserne. Dort kommt der 38-Jährige immer mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch. Der Mangel an Blutspendern war immer wieder Thema. Im vergangenen Jahr gab das DRK zweimal eine Notstandsmeldung heraus. Wenn Blut fehlt, müssen Operationen verschoben werden und schlimmstenfalls können Patienten sterben, wenn die passende Konserve fehlt. "Im Kollegen- und Bekanntenkreis konnte ich schon fünf, sechs Leute als Spender gewinnen", erzählt Prüfer. Im September kam er auf die Idee: "Man könnte doch mal eine Blutspendeaktion außerhalb der Reihe organisieren und gucken, ob man das nicht auch woanders machen kann." So lag für den Fachverkäufer im Elektrohandel der eigene Arbeitgeber nahe.

"Das persönliche Gespräch ist immer das beste Mittel, um neue Spender zu gewinnen", sagt Ursula Leising vom DRK. "Neben Jugendlichen fehlen uns massiv die zwischen 30- und 40-Jährigen, die oft mit der Kindererziehung beschäftigt sind. Wir versuchen immer dahin zu gehen, wo potenziellen Spender sein könnten." Der DRK-Blutspendedienst war auch schon im Kino, in der Disco und will demnächst auch in den Zoo. Heute dürfen Eltern beim Einkaufen direkt eine Pause zur Blutspende einlegen, auch die Kinder werden mit Essen und Trinken versorgt.

Julia Cotterill gehört zu den 100 Blutspendern, die gestern die Aktion nutzten. "Ich wollte immer mal wieder in die CD-Kaserne und habe es leider nicht hingekriegt. Heute konnten wir den Termin mit dem guten Wetter verbinden." Als Verstärkung hat sie ihre kleine Nichte Lenya mitgebracht. "Ich habe ihr gleich erklärt, warum ich das mache. Ich will Menschen helfen, die bei einem Unfall viel Blut verloren haben." Schließlich könne dies jedem passieren.

Jeden ersten Dienstag im Monat kann in der CD-Kaserne Blut gespendet werden.

Von Dagny Rößler