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Celle Stadt Dagnys Klima-Tagebuch: T-Shirt hat tausende Kilometer Weg hinter sich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Dagnys Klima-Tagebuch: T-Shirt hat tausende Kilometer Weg hinter sich
14:28 26.03.2018
Von Dagny Siebke
Dagny Siebke entdeckt bei „Schaf und schön“ - in der Celler Innenstadt Naturmode. Quelle: Inga Alberts
Celle Stadt

Jedes neue Kleidungsstück hat oft schon tausende Kilometer zurückgelegt, bevor ich darin den ersten Schritt vor die Haustür mache. Für unsere Mode machen sich viele indische Baumwollpflücker den Rücken krumm, vergiften sich und die Umwelt mit Pestiziden. Näherinnen in Bangladesh schuften für einen Hungerlohn sieben Tage in der Woche, machen unbezahlte Überstunden, bei Ungehorsam gibt es Schläge, dafür aber kaum Pausen und keinen Urlaub. Sie hantieren ohne Schutzkleidung mit giftigen Chemikalien. Nur wenige Cent vom Endpreis kommen tatsächlich in den genannten Ländern an.

Für uns Verbraucher ist die textile Kette von der Rohfaser-Herstellung über die Verarbeitung zum Endprodukt undurchsichtig. Sowohl Billigmarken als auch "Fashion-Labels" produzieren oft in denselben Fabriken.

In deutschen Städten hat sich nach Fast Food vor allem auch Fast Fashion breitgemacht. Das heißt, dass neue Modetrends von beliebten Marken rasant schnell kopiert und zu niedrigsten Preisen verkauft werden. Mittlerweile werden nicht mehr zweimal im Jahr, sondern alle paar Wochen die Kollektionen gewechselt. Seit dem Jahr 2000 habe sich die Bekleidungsproduktion mehr als verdoppelt, kritisiert die "Kampagne für Saubere Kleidung". Doch um nicht den guten Ruf zu verlieren, betreiben große Marken "Greenwashing" und bieten immer mehr T-Shirts mit Bio-Baumwolle an oder nehmen alte Kleidung an.

In meinem Bekanntenkreis habe ich beobachtet, dass es immer mehr darum geht, ein Unikat mit Geschichte zu tragen. Um dieses zu finden, stöbern sie stundenlang in Second-Hand-Läden oder auf Flohmärkten. Die wohl witzigste Party war die von einer Freundin, die zum Kleidertausch aufrief. Jeder brachte ein paar T-Shirts, Schmuck oder Parfüm mit und probierte munter Klamotten der Freunde an. Sogar mein Brautkleid habe ich mir im vergangenen Jahr ausgeliehen, denn ich wollte mir nicht ausmalen, wie viele Stunden Arbeit für nur einen Tag darin steckten.

Das komplette Klima-Tagebuch als Multimedia-Reportage finden Sie unter "Mein ökologischer Rucksack"

Bastiaan Ragas kommt! Bastiaan wer? Nur den eingefleischten Fans von Boygroups der 1990er Jahre wird der Name etwas sagen. Ragas war und ist Mitglied von der Band „Caught in the Act“, die im Jahr 2015 auf Reunion-Tour gegangen ist. In Celle wird er jedoch in seiner Funktion als Buchautor auftreten. Denn der Niederländer hat in seinem Heimatland mit einem Buch über das Vaterwerden einen großen Erfolg gehabt. „Das war für mich selbst auch ziemlich überraschend“, sagt Ragas. Aus dem Auto ruft er in Celle an, auf dem Weg vom Tonstudio ins Büro

Jürgen Poestges 16.03.2018

Flüchtlinge und Senioren wollen Begegnungsstätte eröffnen und sogar "Celler Lokalhelden" werden. SPD-Politiker Henning Scherf ist begeistert und gibt ihnen nützliche Tipps.

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„Hey, so sagt man nicht Goodbye“, scheint das Publikum dem Star auf der Bühne zuzurufen. So elegant wie Denis Fischer die Liedzeilen von Leonard Cohen, den er an diesem Donnerstagabend in der CD-Kaserne interpretiert, in seine kleinen Zwischenmoderationen einwebt, so energisch bedienen sich die mehr als 200 Zuhörer des Titels „Hey, that’s no way to say goodbye“ des großen Sängers, Songschreibers, Dichters und Malers Leonard Cohen, um den Interpreten und seinen Pianisten Carsten Sauer zurückzuholen auf die Bühne. Sie möchten mehr Fischer und mehr Cohen. Zwei Männer, die sich in ihrer Kunst begegnen, sie ineinanderfließen lassen und etwas Neues schaffen.

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