Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Damit die Polizei nicht anrücken muss: Tipps für Partywütige
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Damit die Polizei nicht anrücken muss: Tipps für Partywütige
19:13 18.08.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Ob private oder öffentliche Feier - Nachbarn sollten vorher informiert werden. Quelle: Timo Kastern
Celle

Die Polizei Celle bekommt beinahe jedes Wochenende mehrere Anrufe wegen Ruhestörung. Für sie ist es "ein ganz normaler Einsatz", dem sie verpflichtet sind nachzugehen. "Dabei ist von einer zu lauten Party bis hin zum streitenden Ehepaar alles dabei", erzählt Polizeisprecherin Anne Hasselmann. Jedes Geräusch, das nach 22 Uhr bis 6 Uhr die eigene Nachtruhe störe, sei eine Ruhestörung.

Die Ordnungswidrigkeit zieht allerdings in den seltensten Fällen gerichtliche Konsequenzen nach sich. "Meist machen die Verantwortlichen es sofort leiser und es bleibt bei einer mündlichen Verwarnung", so Hasselmann. Wenn das allerdings nicht fruchtet und erneut ein Anruf in der Zentrale eingeht, greifen die Polizisten auch härter durch. Dann nehmen sie zum Beispiel einen Teil der Musikanlage mit. Außerdem werde der Fall dann von den Ordnungsämtern verfolgt.

Tatsächlich sei die Aussage "Jugendliche sind oft die Störenfriede" ein weit verbreiteter Irrglaube. "Von Jung über Alt, ist alles bunt gemischt dabei", sagt Hasselmann. Damit es erst gar nicht zu einem Einsatz kommt, sollten bereits im Vornherein die Nachbarn benachrichtigt werden.

Doch nicht nur private Feiern können plötzlich ein jähes Ende finden. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen fühlen sich Anwohner zum Teil gestört und alarmieren die Polizei. Dieses Problem hatte vor Jahren auch die Thaerfete in Garßen, die seit über 30 Jahren von der Fachschule Agrarwirtschaft der Albrecht-Thaer-Schule ausgerichtet wird. "Zum Glück haben wir es aber wieder in den Griff bekommen. Schließlich ist die Thaerfete Tradition", erzählt Mit-Organisator Heiko Woltmann. Mittlerweile wird nicht nur akribisch auf geschlossene Fenster und Türen geachtet, sondern die Security sorgt für zusätzliche Ruhe vor dem Gebäude. Seitdem habe es keine weiteren Beschwerden gegeben. So soll es auch bei der nächsten Thaerfete am Mittwoch, 23. August, von 21.30 Uhr bis 3 Uhr im Garßener Lindenhof, Gersnethe 29, bleiben.

Ob private oder öffentliche Feier. Polizistin Hasselmann rät vor einem Anruf bei der Polizei, grundsätzlich erst einmal selbst mit den zu lauten Nachbarn zu reden. Oft kläre es sich dann bereits von selbst. (als)