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Celle Stadt Daniel Hope zu Gast beim Kammermusikring
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Daniel Hope zu Gast beim Kammermusikring
15:31 09.11.2018
Der britische Stargeiger Daniel Hopeist zu Gast beim Celler Kammermusikring. Quelle: Britta Pedersen
Celle

Es gibt Geiger, die bekannt sind, weil sie große künstlerische Persönlichkeiten und technisch über jeden Zweifel erhaben sind. Da denkt man sofort an Christian Tetzlaff, der schon oft beim Kammermusikring war, oder an Gidon Kremer. Dann gibt es mit Carolin Widmann oder Giovanni Antonini als Beispiele für Musiker, die über ihr besonderes Repertoire ein ganz eigenes Profil entwickelt haben. Auch diese sind zumeist in technischer wie musikalischer Sicht überragend. Außerdem gibt es meist jüngere Geigenvirtuosen oder Virtuosinnen ganz unterschiedlicher Qualität, die über pfiffige Agenturen und mittels großer Vermarktungsanstrengungen alle Jahre neu den Markt erobern. Ein Teil der wirklich Guten etabliert sich dauerhaft, die anderen verschwinden meist wieder in der Versenkung. Manchmal ist das schade, manchmal ist das aber auch gut so. Und dann gibt es noch diejenigen Geiger wie David Garrett oder Nigel Kennedy, die durch ihre Optik auffallen und dementsprechend wie Popstars vermarktet werden. Die haben zumeist nicht annähernd die Qualitäten wie die Musiker der vorher genannten Gruppen. Ein Name ist hier bisher nicht gefallen. Und er passt auch nicht in eine dieser Gruppen: Es ist der Name von Daniel Hope, der an diesem Sonntag um 20 Uhr zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester im Rahmen des Celler Kammermusikrings im Schloss spielen wird.

Hope ist vor allem bekannt geworden, weil er vom vielleicht bedeutendsten Geiger der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gefördert wurde, von Yehudi Menuhin. Dieser hielt sehr viel von Hope, dessen singender Ton eine gewisse Ähnlichkeit mit dem speziellen Ton Menuhins aufweist und dessen Spielweise bis heute an seinen großen Förderer erinnert. Auch die Verbindung Hopes zum mit ihm anreisenden Zürcher Kammerorchester geht bis auf die lange zurück liegenden Zeiten mit Menuhin zurück, denn dieses Ensemble war seinerzeit das Stammorchester bei dessen Kammermusikfestival in Gstaad.

Besonders bemerkenswert am Musiker Daniel Hope ist sein Einsatz für zeitgenössische Musik, für Raritäten und als Musikvermittler. Er baut gerne Brücken zwischen weit aus einander liegenden Welten hin zur klassischen Musik. Auch sein künstlerischer Einsatz für das Gedenken der Holocaust-Opfer ist bemerkenswert. Und er engagiert sich gegen Rassismus mit der eigenen Initiative „Tu was!“. So ganz nebenbei ist der Tausendsassa auch noch künstlerischer Leiter der Konzerte in der Dresdner Frauenkirche.

Für Celle hat Hope eine Kombination aus sehr beliebt und vollkommen unbekannt aufs Programm gesetzt. So wird es neben dem berühmten Zyklus „Die vier Jahreszeiten“ vom italienischen Barockmeister Antonio Vivaldi auch ein Stück des gerade im letzten Jahrzehnt ausgegrabenen Schostakowitsch-Zeitgenossen Mieczyslaw Weinberg zu hören geben, dessen Concertino für Violine und Streichorchester. Und vorab erklingt noch eine Streichersinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, ein Stück, das kaum jemand dem Namen nach kennt, aber durch seinen häufigen Einsatz in der Werbung und als Erkennungsmelodie von Radiosendungen allgemein bekannt sein dürfte.

Von Reinald Hanke

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