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Celle Stadt „Danken der Stadt und ihren Bürgern“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Danken der Stadt und ihren Bürgern“
17:24 15.12.2011
Almaz Bˆhm lˆst Stadtewette durch Lesung und mehr ein. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

CELLE. Karlheinz und Almaz Böhm verlieren gerne ihre Wetten und machten damit bislang auch gute Erfahrungen. Noch zu DMark-Zeiten hatte Karlheinz Böhm bei „Wetten dass…?“ den Grundstein für die Organisation „Menschen für Menschen gelegt“. Bei der Städtewette 2011 kamen insgesamt über drei Millionen Euro zusammen. Damit will die Organisation 14 neue Schulen in Äthiopien finanzieren.

Almaz Böhm war aus Kiel nach Celle gekommen, um auch hier eine Wettschuld zu begleichen. Schon 23.326 Euro hätten Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende gereicht, um Celle als Sieger aus der Wette hervorgehen zu lassen. Der OB verriet in seiner Begrüßungsrede: „Ich hatte Böhm spontan zugesagt und dann doch etwas Bauchschmerzen im Hinblick auf die nun zu leistende Verwaltungsarbeit." Seine Sorge war nicht nötig, denn alle zogen kräftig mit. Frank Weber, auf den der Bärenanteil der Arbeit zugekommen war, sah es sportlich locker: „Je mehr Geld gespendet wurde, desto mehr Freude bereitete es uns. Dass die Summe auf 38.658 Euro wuchs, war fantastisch.“ Fast 15.000 Euro über dem Ziel: Celles Bürger landeten als klare Sieger im Vorderfeld des Städtevergleichs.

Es war ein wohltuender Abend, harmonisch, mit überwiegend leisen Tönen. Den Besuchern wurden zum Teil intime Eindrücke über Land und Leute vermittelt. Dafür sorgte vor allem die Geschichtenerzählerin Kathinka Marks, die ihre Erlebnisse einer Äthiopienreise eindrucksvoll schilderte und mit den Worten schloss: „An einem Tag kann in diesem wundervollen afrikanischen Land aus einem Fremden ein und dem Bekannten ein Freund werden.“ Almaz Böhm gab bei ihrer Wetteinlösung Einblicke in die Literatur und die Seele ihres Volkes. Sie verlas die Märchen „Die schwatzhafte Schildkröte“ und die „Barthaare des Löwen“ mit Erkenntnissen, die auch hierzulande gut hätten greifen können. Doch damit nicht der genug. Jedem Besucher war es vergönnt, an einer traditionellen äthiopischen Kaffeezeremonie teilzunehmen.

Von Gert Neumann