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Celle Stadt Darstellerinnen diskutieren in Celle mit Trauma-Beraterin
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Darstellerinnen diskutieren in Celle mit Trauma-Beraterin
13:27 21.11.2017
Von Dagny Siebke
Quelle: Schlosstheater Celle
Celle Stadt

Grundlage sind zwei Theaterstücke aus dem aktuellen Spielplan. Die öffentliche „Rondell-Runde“ findet am morgigen Donnerstag um 19.15 Uhr im „Schlosskönig“ statt.

Zwei Schauspielerinnen bringen derzeit in ihren Solo-Stücken Geschlechterrollen, Frauenleben und Gesellschaftsfragen auf die Bühnen im Schlosstheater: Da ist zum einen das für Jugendliche konzipierte Stück "Intim" oder "Bienen küssen nicht", das den Möglichkeitsraum Pubertät auch in Sachen Geschlechterrollen-Suche und Abgrenzung zeigt. Rebekka Reinholz verkörpert darin die vierzehnjährige Marie, mit der sich viele junge Menschen identifizieren können.

Zum anderen bearbeitet Natascha Heimes in Sibylle Bergs "Und jetzt: Die Welt" mehrstimmig Lebensträume, Lebensrealitäten von und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen ab Mitte 20. In einem Glaskasten rechnet die Protagonistin ab mit dem „Draußen“, in dem kein Platz für Sehnsucht und Ideale ist, wo selbst der eigene Körper marktkonform sein soll und die Sucht nach Perfektion keine Grenzen kennt.

"Immer geht es also um das Frausein sowie um das Menschsein in einer von Geschlechterrollen geprägten Gesellschaft", erläutert Theater-Sprecherin Andrea Hoffmann. Im Anschluss an die morgige Vorstellung von "Intim" um 19.15 Uhr findet dazu eine Diskussionsveranstaltung mit den Darstellerinnen und der Trauma-Beraterin Claudia Chodzinski vom Frauen-Notruf Hannover statt.

"Auch Interessierte, die nicht vorher an der Theatervorstellung teilnehmen, sind herzlich willkommen im Schlosskeller", betont Hoffmann. Bei den Rondell-Runden handele sich um ein neues Gesprächsformat des Schlosstheaters. Die seien jeweils an Produktionen im Malersaal oder der Turmbühne angebunden.