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Celle Stadt Das Kind in sich bewahrt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Das Kind in sich bewahrt
10:34 16.12.2011
Dagmar Westphal Quelle: Aneka Schult
Celle Stadt

Beginnend mit einem Haiku, umwoben von zahlreicher Lyrik aus früheren Buchveröffentlichungen, beispielsweise aus ihrem Lyrischen Adventstagebuch „Eine Tür öffnen“, das vor drei Jahren erschienen ist, trug sie zwei der neuesten Prosatexte vor. Wie zarte kindliche Träume durchwehen die Geschichten vom „Vogel Krok“ oder „Das Kleinod“, „Die Schaukel“, „Des Königs Tochter und der Narr“ oder „Das verbotene Lachen“ das von Natascha Gundt ebenso zart illustrierte, handliche Buch. Duftig und leicht sind die Phantasien von Liebe und Geborgenheit.

Westphal, geboren 1942 in Celle, führten, gerade mal sechsjährig, die Masern samt der Zeit im Krankenbett, an das eigenhändige Lesen und Schreiben heran. 1990 bot sie schließlich erste Texte auf dem Weihnachtsmarkt ihrer Kirchengemeinde an und fand dort Kontakt zum Autorenkreis Celle. In ihrem neuen Büchlein hat sie sich das Kind in ihr von vorgestern bis übermorgen bewahrt. Ihrem „Warum aus Kindertagen“ gibt sie die Antwort mit einem Senryu: „Warum schreibe ich – um mir und den anderen ganz nahe zu sein.“

Die als nunmehr letzte Veranstaltung vom bisher in der Bahnhofstraße ansässigen Atelier 22 mitgestaltete Advents-Lesung, bevor es künftig in der Hattendorffstraße 13 weitergeht, wurde musikalisch ein wenig verziert von Zilan Alkis (12) und Evin Acar (9), die in ihrem zweiten Live-Auftritt auf der Geige Auszüge aus „Jingle Bells“, „Stern über Bethlehem“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ vortrugen.

Das im Fabuloso Verlag erschienene Büchlein ist für 12,50 Euro in der Celler Buchhandlung Decius, bei Seewald/Hoffmann in Winsen sowie demnächst im Atelier 22 in der Hattendorffstraße 13 zu erwerben.

Von Aneka Schult