Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Das Wort zum Sonntag: Licht bringt Freude
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Das Wort zum Sonntag: Licht bringt Freude
14:45 26.11.2010
Celle Stadt

Nicht nur in den Fenstern stehen Lichterbögen, auch um das ganze Haus herum hängen Lichterketten in vielen verschiedenen Variationen. Mit diesem Lichterglanz zeigen die Menschen ihre Freude am Licht, alle sollen es sehen und teilhaben an der Freude. Aber es versinnbildlicht auch die Sehnsucht nach Licht in einer dunklen Zeit – es soll endlich hell werden und die trüben Novemberwochen vertreiben.

Früher spürten die Menschen noch mehr als heute, wie kostbar Licht ist: Wenn es in den Städten und Dörfern zu Luthers Zeiten dunkel wurde, dann konnten sich nur wenige Menschen eine Kerze oder eine Öllampe anzünden. Den meisten Menschen blieb nur das Warten in der Dunkelheit auf den neuen Morgen.

Mit der Entdeckung des elektrischen Stroms und der Erfindung der Glühbirne hat sich der Mensch das künstliche Licht geschaffen, über das kann er mit seinen Kraftwerken verfügen und so auch die Nacht zum Tag machen.

Aber über das Licht, das mehr kann als dunkle Räume zu erleuchten, kann der Mensch nicht verfügen, denn dieses einzigartige Licht kommt von Gott. Dieses Licht vertreibt die Finsternis.

Durch die ganze Bibel zieht sich das Thema „Licht und Finsternis“ besonders auf zwei Ebenen: einmal beschreibt sie das kosmische Licht der Sonne, das uns den Tag und die Nacht beschert und zum Anderen das Licht Gottes, das Glauben schenkt in der Finsternis der Gottvergessenheit.

In der Bibel, im Buch des Propheten Jesaja, lesen wir, wie Menschen unter der Finsternis dieser Gottvergessenheit leiden. Viele haben den Glauben an das Mut machende Licht verloren. Aber Gottes Licht lässt sich nicht von Dunkelheit, Ungerechtigkeit und Brutalität auslöschen. Dieses Licht fördert Gemeinschaft, es breitet sich da aus, wo Menschen sich Zeit für einander nehmen, dem Anderen zuhören ohne schon eine Antwort zu kennen.

Wer die Symbole der Adventszeit im Lichte Gottes anschaut, weiß, es lohnt sich, das Licht zum Leben in seinem Leben leuchten zu lassen. Zur rechten Zeit schenkt Gott Worte, die Licht und Zuversicht verbreiten. Das große Licht Gottes bleibt der Erde zugewandt. Das Wort aus Jesaja spricht es uns zu:

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“, darum können wir auch fröhlich das Adventslied mitsingen, in dem es heißt: „…Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott!“

Ich wünsche Ihnen eine frohe, gesegnete Adventszeit.

Erich Schüttendiebel

Lobetalarbeit

Von Erich Schüttendiebel