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Celle Stadt Das neue CeBus-Netz im Kreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Das neue CeBus-Netz im Kreis Celle
10:01 03.03.2015
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

25 Prozent mehr Leistungen im Celler Kreisgebiet verspricht die CeBus, wenn am 1. April der neue Fahrplan an den Start geht. Unter anderem werden die beiden Kernorte Winsen und Bergen profitieren. Denn die neue Linie 110 verbindet beide Orte. Im alten CeBus-Fahrplan gab es diese Verbindung nicht.

Von Winsen aus kann man somit auch über Walle zur Gedenkstätte Bergen-Belsen fahren. Die Linie dürfte somit auch für Touristen interessant sein, heißt es bei der CeBus. Ebenfalls neu ist die Linie 230 von Hermannsburg über Bonstorf nach Hetendorf. Auf der Strecke fuhr bislang nur der Schülerverkehr.

Die Planer von der CeBus haben angekündigt, dass von Celle aus in die Hauptorte Bergen, Lachendorf, Wienhausen, Eicklingen, Wietze und Winsen annähernd im Stundentakt gefahren wird. Samstags gibt es mindestens fünf Fahrten, sonntags drei.

Auf neun Strecken wird unter der Woche mindestens acht Mal am Tag gefahren: Bergen-Winsen (110), Celle-Hermannsburg (200), Hermannsburg-Bergen (210), Hermannsburg-Faßberg (220), Hermannsburg-Unterlüß (260), Faßberg-Unterlüß (261), Lachendorf-Steinhorst (460), Lachendorf-Hohne (470) und Wietze-Winsen (820). Am Samstag sind es auf diesen Strecken noch vier Fahrten, am Sonntag zwei.

Dazu gibt es Verbindungen, die weniger dicht getaktet sind. Das sind zum Beispiel die Linien Bergen-Eversen (120), Eicklingen-Bröckel (610) oder Celle-Großmoor (700). Besonders profitieren Hambühren und Nienhagen, die beide mit einem 30-Minuten-Takt an Celle angebunden sind.

Verbesserungen soll es zudem für sogenannte Anruf-Linien-Fahrten (ALF) geben. Mussten Fahrgäste bisher ein Fahrzeug von 8 bis 18 Uhr und mindestens drei Stunden vor Fahrtantritt bestellt haben, wird es künftig rund um die Uhr möglich sein, Fahrten anzumelden. Außerdem wird es künftig ausreichen, eine Stunde vor Fahrtantritt die CeBus anzurufen.

Die CeBus hatte sich bei der ÖPNV-Ausschreibung durchgesetzt und einen neuen Fahrplan vorgelegt, der selbst vom Fahrgastbeirat gelobt wurde. Grundsätzlich wird es im gesamten Stadtgebiet von Celle zwischen 6 und 20 Uhr einen 30-Minuten-Takt geben, im Kernstadtbereich sogar einen 15-Minuten-Takt, erläuterte Fahrplan-Planer Christian Lübbe vergangene Woche bei einer Präsentation.

Das Netz soll zudem übersichtlicher werden. Im Stadtgebiet fahren künftig Busse der Linien 1 bis 9. Fahrzeuge der Linien 100 bis 900 stoppen ebenfalls an den Haltestellen in der Stadt und fahren dann weiter in die Gemeinden des Landkreises.

Dass die CeBus noch viel Überzeugungsarbeit leisten muss, zeigen indes etliche Kommentare auf der CZ-Facebook-Seite. Dort hatten zuletzt viele User das Busunternehmen hart kritisiert – wohl auch deshalb, weil es in der Vergangenheit viel Unzufriedenheit gegeben hat.