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Celle Stadt Dave Davis in Celle: "Bin gerne spontan"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Dave Davis in Celle: "Bin gerne spontan"
14:29 13.07.2018
Von Jürgen Poestges
Kommt in seinem neuen Programm ohne Kunstfigur aus: Dave Davis steht als er selbst auf der Bühne. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Dave Davis, Sie arbeiten gerade an Ihrem neuen Solo-Programm. Wie geht es voran?

Naja, es läuft. Ich lasse den Urlaub ausfallen und schreibe. Das sieht meistens so aus, dass ich den gesamten Vormittag arbeite. Dann lege ich eine Pause ein. Und am späten Nachmittag wird an den Texten noch ein wenig gefeilt.

Wie entstehen Ihre Programme? Gibt es zunächst sozusagen die Überschrift, dem Sie die Texte unterordnen? Oder ist es eher anders herum?

Ich schreibe eigentlich immer Begebenheiten auf, die so passieren. Und auch, wenn mir was Lustiges einfällt. Und irgendwann, wenn ich der Meinung bin, ich habe genug zusammen, dann gehe ich an die Feinarbeit. Wobei ich niemand bin, der auf der Bühne strikt sein Manuskript abspult. Ich bin gerne spontan, improvisiere und reagiere auf das Publikum.

In Celle werden Sie ein Preview geben, praktisch ein Test für das neue Programm?

Ja genau. Diese Abende sind eigentlich immer anders. Ich probiere aus, wie die Gags funktionieren, ob die Dynamik da ist. Oder ob ich das ein oder andere weglasse oder umstelle. Das ist auch für mich spannend. Es kann ja schon mal passieren, dass etwas, das auf dem Papier lustig war, auf der Bühne gar nicht ankommt. Deswegen nehme ich die Preview-Abende alle auf und höre sie mir noch einmal an. Da passiert mir allerdings jetzt nicht mehr, da muss ich mal selber loben. Wenn das Programm dann steht, dann ist es wie Surfen, dann läuft es von alleine.

Worum wird es in dem neuen Programm thematisch gehen?

Im Mittelpunkt steht der Mensch. Wir sind ja eigentlich genial, aber wir haben auch einige Dinge an uns, die mehr als verrückt sind. Wir Menschen sind in der Lage, uns selbst auf den Mond zu schießen, aber gleichzeitig rasiert sich unsere Spezies die Augenbrauen ab, nur um sie wieder anzumalen. Wir glauben der Wissenschaft blind, dass es Atome gibt, können aber an keiner Wand mit dem Hinweis „Frisch gestrichen!“ vorbeigehen, ohne dies mit einem Fingerstreich geprüft zu haben.

Sie haben sich in Ihren letzten Programmen von den Figuren mehr gelöst. Das beste Beispiel ist wohl der Toilettenmann Motombo Umbokko. Er taucht gar nicht mehr auf.

Eigentlich habe ich mich in meinem dritten Programm von ihm verabschiedet. Das war natürlich nicht einfach, weil er mich ja bekannt gemacht hat. Aber in meinem neuen Programm gibt es gar keine anderen Figuren mehr. Da komme ich als Dave auf die Bühne. Das ist allerdings ein anderer Ansatz. Als Figur kannst Du schon mal den ein oder anderen Gag raushauen, den Du als Du selbst nicht machen kannst. Aber ich habe inzwischen so viel Erfahrungen gesammelt und auch Selbstvertrauen genug, um mein eigenes Ding zu machen. Das Wichtigste ist für mich aber nach wie vor, dass die Menschen in meinen Vorstellungen viel zu Lachen haben. Und ganz besonders toll ist es, wenn jemand sich am nächsten Tag in einer bestimmten Situation an einen Teil aus meinem Programm erinnert.

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