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Celle Stadt Dem Celler Landkreis stinkt's gewaltig
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Dem Celler Landkreis stinkt's gewaltig
17:16 07.06.2018
Die Sache stinkt zum Himmel: Immer öfter muss der Landkreis Verstößen in Sachen Mist nachgehen. Die Strafen reichen von einfachen Verwarnungen bis hin zu vierstelligen Bußgeldern.  Quelle: EduardSV - stock.adobe.com
Celle

Deshalb schickt er jetzt verstärkt Kontrolleure vom Amt für Umwelt und ländlichen Raum auf die Jagd nach den Missetätern. Waren es im Jahr 2016 insgesamt nur fünf Anzeigen wegen der falschen Lagerung von Mist, stieg die Zahl im Jahr 2017 schon auf 19. Im Jahr 2018 waren es bislang bereits zehn Anzeigen. Der Trend kennt nur eine Richtung: aufwärts.

Doch wie kommt es, dass die Kontrolleure immer mehr Verstößen nachschnüffeln müssen? „Es ist nicht zwangsläufig so, dass zunehmend mehr Mist unsachgemäß gelagert wird“, sagt Landkreis-Sprecher Tore Harmening. Auch wenn die Einhaltung gesetzlicher Regelungen teilweise sowohl mit erhöhten finanziellen Aufwendungen als auch mit zusätzlicher Arbeit für die betroffenen Landwirte verbunden ist.

Vielmehr sei davon auszugehen, dass sich das Bewusstsein in der Bevölkerung gewandelt habe. „Gerade die negative Presse hinsichtlich der Nitratbelastung macht die Bürger für dieses Thema sensibler und es werden mehr Vorfälle zur Anzeige gebracht“, erklärt Harmening.

In jedem Stallmist beziehungsweise im Sickerwasser sind Nährstoffe wie zum Beispiel Nitrat enthalten, die durch Regen ausgewaschen werden und so ins Grundwasser gelangen können. In erhöhter Konzentration werden sie zu wassergefährdenden Stoffen. Bei kleineren Mengen Mist sei das kein Problem. "Wenn zum Beispiel eine Kuh auf die Weide kotet, dann kann die Vegetation die Nährstoffe aufnehmen", erklärt Martin Albers, Geschäftsführer beim Landvolk Celle. Es wächst wortwörtlich Gras über die Sache. Doch je mehr Mist zusammenkommt, desto höher ist das Risiko, dass der Boden die Nährstoffe nicht aufnehmen kann und sie somit ins Grundwasser gelangen.

Um das Absickern bei einer dauerhaften Lagerung zu verhindern, muss der Mist auf einer flüssigkeitsdichten, festen Bodenplatte liegen. Diese „Mistplatte“ muss so angelegt werden, dass das verunreinigte Sickerwasser zurückgehalten und in einer Sammelgrube aufgefangen wird. Alternativ kann der Mist aber auch so gelagert werden, dass er nach unten hin keinen direkten Kontakt zum Erdboden hat und an der Oberfläche vor Regen geschützt wird. Das kann zum Beispiel in einem Container oder auf einem vor Regen geschützten Anhänger sein.

Die Zwischenlagerung von Stallmist oder Geflügelkot stellt hingegen eine Ausnahme dar. "Es ist keine Alternative zur ortsfesten Lagerung", so der Landkreis-Sprecher. Voraussetzung dafür ist, dass eine Mistplatte oder ein regengeschützter Bereich vorhanden ist. Die Zwischenlagerung ist zudem nur auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zulässig. Das Lager muss so gestaltet sein, dass es eine möglichst kleine Grundfläche hat und es darf nicht höher als zwei Meter sein. Der Misthaufen muss außerdem mit einer Folie oder einem Vlies abgedeckt werden und es muss ein Abstand von 20 Metern zu oberirdischen Gewässern eingehalten werden. „Gerade dieser Verstoß ist leicht erkennbar und anzuzeigen“, sagt Harmening.

Sollten die Kontrolleure einen Verstoß feststellen, kann es teuer werden. "Die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten liegt im Ermessen der Behörde. Der Rahmen reicht hierbei von Verwarnungen mit und ohne Verwarngeld bis hin zu vierstelligen Bußgeldern", so Harmening.

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