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Celle Stadt "Demokratie leben!": Celle wieder dabei
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Demokratie leben!": Celle wieder dabei
16:22 18.01.2017
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Serpil Klukon, Abteilungsleiterin Integration, teilte die gute Nachricht den Mitgliedern des Ausschusses für Schulangelegenheiten, Soziales und Integration bei der jüngsten Sitzung am Dienstagabend mit. "Mit den Fördergeldern wollen wir in Celle die Prävention und das Zusammenleben stärken, die Vernetzung ausbauen und das Miteinanderleben fördern", sagte Klukon.

36.000 Euro fließen direkt in die Projektarbeit. 15 Vorhaben werden gefördert. 3000 Euro erhält zum Beispiel der Schulverein des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums für "Die Anatomie des Extremismus". Dabei werden 300 Schüler unter Verwendung verschiedenster Medien zu den Themen Rechtsextremismus und Linksextremismus, aber auch zu religiösem Fanatismus wie etwa Salafismus arbeiten. Die Ergebnisse werden Ende des Jahres in einer Ausstellung präsentiert.

Weitere 3000 Euro bekommt die Celler Volkshochschule für das Projekt "Flüchtlinge entdecken sich und Celle. Kreativ, tolerant, miteinander". Ziel: Migranten sollen die eigene Situation sowie die in Celle realisierten demokratischen Werte und Lebensstrukturen reflektieren. 4000 Euro sind für einen Aktionsfonds vorgesehen, mit dem kurzfristig Veranstaltungen organisiert werden können. Die Projektträger beteiligen sich insgesamt mit zusätzlichen 22.360 Euro an den unterschiedlichen Projekten.

Die hohen Verwaltungskosten von 45.000 Euro für die Externe Koordinierungsstelle, die bei der CD-Kaserne angesiedelt ist, und weitere 10.000 Euro für deren Öffentlichkeitsarbeit seien so vom zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gesetzt worden. 5000 Euro sollen außerdem in den Aufbau eines Jugendforums fließen.

Als Schwerpunkt der Arbeit in den kommenden Monaten benannte Klukon den Ausbau der Vernetzung der Akteure. Dazu gehören ein jährliches Projektträgertreffen, der Stammtisch-Integration, das bereits genannte Jugendforum, die Demokratie-Konferenz und das neue Format "Zu Gast bei...", zu dem sich bereits das Ezidische Kulturzentrum als Gastgeber ins Gespräch gebracht habe, bemerkte Klukon.