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Celle Stadt Denkmal von Caroline Mathilde in Celle muss saniert werden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Denkmal von Caroline Mathilde in Celle muss saniert werden
19:10 25.10.2016
Celle Stadt

Der Schriftsteller Oskar Ansull sorgt sich um die Skulptur des Caroline-Mathilde-Denkmals im Französischen Garten, die zuletzt vor rund 15 Jahren grundüberholt wurde. „Ein jeder interessierter Celler spaziert in den Französischen Garten, ehe die Traurigkeit hinter der alljährlichen Holzverschalung für den Winter verschwindet und im Frühjahr dann das Debakel weiter anzuschauen ist“, schreibt er. Die einst aus feinem Crottendorfer, also thüringischem Marmor, geschaffene Skulptur weise schwere Schäden auf, „da eine der Frauenfiguren so gefährlich gebrochen ist, dass ein Teil wegzubrechen droht“, so Ansull.

Bei der Stadtverwaltung sei das Anliegen schon angekommen, antwortet Stadtsprecherin Myriam Meißner. „Bereits am 28. Juni bereiste Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende gemeinsam mit Vertretern des Ortsrates Blumlage/Altstadt den Ortsteil. Dabei stand auch das Caroline-Mathilde-Denkmal auf dem Programm.“ Zugrunde lag ein Antrag der SPD-Fraktion vom 19. Mai zur Einbindung und Aufwertung des Denkmals „Caroline Mathilde“ im Rahmen der Neugestaltung um das Schlösschen im Französischen Garten. Daraufhin wurden seitens des Fachdienstes „Hochbau und Gebäudewirtschaft“ Angebote für eine Grundsanierung des Denkmals eingeholt. „Denn nicht jeder Steinmetzbetrieb ist in der Lage, die anspruchsvolle Aufgabe fachgerecht auszuführen. Außerdem muss die Verwaltung das geltende Vergaberecht beachten und entsprechende Vergleichsangebote einholen“, betont Meißner. Die Sanierungsarbeiten sollen dann im kommenden Frühjahr vorgenommen werden.

„Wo ein Notarzt kommen müsste, da wurde ein Antrag für einen Antrag auf eine Kur in den nächsten Jahren gestellt. So scheint es. Wenn es im Amt nicht Alarm läutet, dann ist etwas nicht ganz in der Ordnung“, meint Ansull. Die Sanierung sei vielleicht auch im niedersächsischen Interesse. „Der zukünftige Oberbürgermeister kommt da dann etwas sehr, sehr spät. Jetzt steht der Winter bevor. Es sollte hier parteiübergreifend gedacht und nicht erst auf das Geld im nächsten Jahr gewartet werden. Hier ist Fantasie gefragt und handwerklich hohes Können.“

Von Dagny Rößler