Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Der "Schnelle Adler" ist gelandet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Der "Schnelle Adler" ist gelandet
08:57 15.09.2018
Von Michael Ende
In den Luftfahrzeughallen waren teilweise bis zu 1000 Soldaten untergebracht. Quelle: Eingesandt
Anzeige
Wietzenbruch

"Schneller Adler" – so hieß die Übung, bei der in den vergangenen beiden Wochen bis zu 1500 Soldaten unter der Führung der Division Schnelle Kräfte (DSK) militärische Evakuierungsoperationen trainiert haben. Bei der Übung, an der Verbände und Einheiten aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt waren, hat sich die Wiezenbrucher Immelmann-Kaserne mit ihrem Flugplatz als Drehscheibe beim Transport der Fallschirmtruppen in den Einsatz und zurück bewährt.

Keine Übung ohne "Lage": Im Übungsszenario galt Celle als Einsatzbasis im Gastland "Washinistan", aus der heraus die Operationsplanung für das Eingreifen der Fallschirmjäger im krisengeschüttelten Einsatzland "Aquilanien" erfolgte. Dort evakuierten die Soldaten deutsche Staatsbürger. "Das Wietzenbrucher Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit befand sich somit nicht nur geographisch, sondern auch aus taktischer Sicht mitten im Geschehen dieser Großübung, in deren Rahmen 1000 Soldaten zusätzlich in der Immelmann-Kaserne stationiert waren", erläutert der Wietzenbrucher Kommandeur, Oberst Jörn Rohmann.

Wie wichtig diese Übung für die Bundeswehr war, zeigt der Umstand, dass ihr höchster Soldat nach Celle kam. Generalinspekteur General Eberhard Zorn, verschaffte sich ein persönliches Lagebild, in das ihn Divisionskommandeur, Generalmajor Andreas Marlow, einwies. "Die Fachexpertise des Zentrums war gefragt und wurde als fester Bestandteil in die Leitungs- und Auswerteorganisation eingebunden", sagt Rohmann, der beeindruckende Zahlen präsentiert: 130 Starts und Landungen von Transportflugzeugen und Hubschraubern, die 40.000 Liter Kraftstoff verbrauchten und 350 zusätzliche Fahrzeuge, deren Durst mit 3000 Litern Diesel gestillt wurde. Die Übungstruppe verpflegte sich selbst und so fanden etwa 12.000 "Epa"-Einmannpackungen und 56.000 Liter palettiertes Trinkwasser ihre Abnehmer.

„Gemeinsam stark“ – frei nach diesem Motto des Ausbildungs- und Übungszentrums blickt man dort auf zwei fordernde Wochen zurück. Rohmann ist zufrieden: "Meine Soldaten und zivilen Mitarbeiter haben zum Übungserfolg der DSK beigetragen. Nach der Übung ist bekanntermaßen vor der Übung: Unser Blick richtet sich nun auf die nächste Großübung der DSK, die im Mai 2019 hier in Celle durchgeführt wird.“ Auch Marlow bewertet die Übung als Erfolg: Mit den gewonnenen Erkenntnissen gelte es, im Weiteren das Abstellen von Defiziten kontinuierlich voranzutreiben.

Ernster Hintergrund: Der Celler CDU-Bundestagsabgeordnete und verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte betont, dass die Übung nicht um ihrer selbst willen veranstaltet wurde: "Terrorismus darf unsere Gesellschaft nicht gefährden. Deshalb ist es unsere Aufgabe, für die Sicherheit unserer deutschen Staatsbürger zu sorgen – auch dann, wenn diese sich im Ausland befinden." Im Ernstfall sei der Einsatz der Bundeswehr gefragt: "Sie sind bereit, unsere Staatsbürger aus gefährlichen Situationen zu evakuieren. Für diese Operationen ist es unabdingbar, sich auf den Punkt genau vorzubereiten." Celle habe bei "Schneller Adler" im Mittelpunkt des Geschehens gestanden, so Otte: "Damit tragen auch wir unmittelbar dazu bei, dass die Bundeswehr deutschen Staatsbürgern helfen kann."

In der Probezeit kündigt der neue Tierheimleiter, es gehen zwei Abwasserpumpen kaputt und die finanziellen Schwierigkeiten scheinen kein Ende zu nehmen. Der Trägerverein kann jede Hilfe gebrauchen.

Dagny Siebke 15.09.2018

Stephen Sachs Stück „Das Original“ überzeugt bei seiner Premiere im Malersaal des Celler Schlosstheaters.

14.09.2018

Mit seinem aktuellen Programm „Mach Dich Frei“ strapazierte Stand-Up-Comedian Alain Frei am Donnerstagabend das Zwerchfell der Celler.

14.09.2018
Anzeige