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Celle Stadt Der Würfel aus dem Drucker
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Der Würfel aus dem Drucker
11:23 21.09.2018
Schüler vom Gymnasium Ernestinum hatten die Chance, auf dem Firmengelände von Baker Hughes mit der 3-D-Technik zu arbeiten. Im Bild rechts befüllt Pia einen der 3-D-Drucker mit dem nötigen Druckmaterial. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

3-D-Drucker sind die Zukunft. Das stellt Hans-Jürgen Dittmers, Mitarbeiter bei Baker Hughes, klar: „Daran kommt man schon heutzutage kaum noch vorbei.“ Aus diesem Grund gab es jetzt auf dem Firmengelände einen Workshop, bei dem sich 18 Schüler des zehnten Jahrgangs vom GymnasiumsErnestinum mit der neuartigen Drucktechnik auseinandersetzen konnten. Vor allem weibliche Kräfte werden in den sogenannten MINT-Fächern dringend gesucht. Daher erhofft sich Baker Hughes, durch solche Schülerprojekte das Interesse junger Menschen an Technik zu steigern.

In mehreren Schritten tasten sich die Jugendlichen an die Erstellung von 3-D-Modellen heran. Dabei ist auch Kreativität gefragt. Mithilfe einer CAD-Software (computer-aided design heißt auf Deutsch rechnerunterstütztes Konstruieren) gestalten sie zunächst am Computer einen dreidimensionalen Würfel. Es wird mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Die Augenzahlen werden als Vertiefungen eingearbeitet und zu guter Letzt wird der Würfel an den Ecken und Kanten abgerundet. Wenn dieser fertiggestellt ist, können geübte Entwickler danach auch kleine Häuschen konstruieren. Mit dem auf den ersten Blick etwas kompliziert anmutenden Programm scheinen die Schüler keine großen Schwierigkeiten zu haben. „Anfangs muss man sich erst etwas einfinden, aber dank der Anleitung hat man dann keine Probleme mehr“, berichtet India.

Spannend wird es, als die 3-D-Drucker zum Einsatz kommen. Um eine detailgetreue Nachbildung des Würfels mit einer Kantenlänge von 2,5 Zentimetern zu produzieren, braucht das Gerät anderthalb Stunden. Das liegt in erster Linie daran, dass im Workshop verhältnismäßig kleine Drucker verwendet werden. Doch auch diese haben ihren Preis. „2200 Euro kosten unsere Geräte hier“, sagt Henrieca Röbbecke, Auszubildende bei Baker Hughes, die die Schüler bei ihren Arbeiten unterstützt. „Bei diesen Druckern ist hinten eine Spule angebracht, um die ein Kabel gewickelt ist. Aus diesem Kabel kann der Drucker das Material fertigen, das er benötigt“, erklärt Röbbecke.

Hans Jürgen Dittmers, der den Workshop leitet, nennt viele Vorteile, die die moderne 3D-Drucktechnik bietet: „Da die Kopien innen hohl und mit einer Gitterstruktur ausgestattet sind, macht sie das leichter und man hat weniger Materialverbrauch.“ Die Resonanz auf den Workshop sei sehr positiv, berichtet Dittmers. „Ich bin begeistert, dass die Schüler hier am Nachmittag in ihrer Freizeit so zahlreich erscheinen. Die Kooperation mit den Schulen ist für uns sehr wichtig.“

Auch Lena Schrader freut sich über die Zusammenarbeit. „Das dreidimensionale Zeichnen ist eine spannende Angelegenheit und ein Feld der Zukunft“, sagt die Lehrerin am Ernestinum.

Von Philip Wolf

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