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Celle Stadt Deutsch-deutsche Partnerschaft soll swingen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Deutsch-deutsche Partnerschaft soll swingen
17:35 26.09.2013
Von Gunther Meinrenken
Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, Stadtkirchenpastor Volkmar Latossek und Gunther A. Pilz von der Neuen Jazz Initiative Celle (von links) wollen es am Tag der deutschen Einheit swingen lassen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Den Tag der deutschen Einheit auch in Celle begehen, für die städtische Gemeinschaft und darüber hinaus ein Programm aus diesem Anlass anbieten – aus dieser Motivation heraus hat die Stadt zusammen mit der Stadtkirche und der Neuen Jazz Initiative Celle im vergangenen Jahr die Veranstaltung „Jazz zum Dritten“ aus der Taufe gehoben. Der Erfolg gab den Organisatoren um Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, Stadtkirchenpastor Volkmar Latossek und Gunther A. Pilz, Vorsitzender der Neuen Jazz Initiative Celle, recht. Aufgrund des großen Zuspruchs wird es am Donnerstag, 3. Oktober, eine Neuauflage geben.

"Ich war selbst überrascht, wie gut die Veranstaltung in der Bevölkerung aufgenommen wurde“, sagte Mende, von dem im vergangenen Jahr die Initialzündung zu "Jazz zum Dritten" ausgegangen war, bei der Vorstellung des Programms für kommenden Donnerstag. Den Auftakt macht ein musikalischer Festgottesdienst um 11 Uhr in der Stadtkirche. Ab 11.30 Uhr werden die Celler Jugend-Jazzbands "Allertown Stompers" und "Sophie(l) zum Thema Jazz" die ersten Besucher vor dem Celler Schloss schon einmal warm spielen, bevor ab 13 Uhr die Savannah Jazz-Band und die "fortuna-band" auftreten.

Letztere stammt aus dem Umfeld von Celles Partnerstadt Quedlinburg. Zusammen mit den Celler Jazz-Formationen soll die "fortuna"-Musiker, die schon vor der Wende zusammengespielt haben, die deutsch-deutsche Partnerschaft zum Swingen bringen“, wie Mende mit Bezug zum "Freundeskreis Quedlinburg swingt", mit dem die Neue Jazz Initiative Celle enge Beziehungen unterhält, anmerkte.

Der Austausch zwischen den Celler und Quedlinburger Jazzern soll künftig ausgeweitet werden, wie Pilz erwähnte. So sollen Celler Nachwuchsbands in der ostdeutschen Partnerstadt auftreten. Die Idee: Die Quedlinburger versprechen sich davon, dass sich in ihrem Umfeld der eine oder andere Jugendliche für die Musikrichtung begeistern lässt.

Oberbürgermeister erinnerte auch an die Rolle, die die Kirche in der DDR bei der Wiedervereinigung gespielt hat. „Die Montagsdemos hätte es ohne die Zufluchtmöglichkeiten, die die Kirche geboten hat, nicht gegeben. So hatte der Freiheitsdrang in der DDR eine Möglichkeit, sich zu artikulieren", sagte Mende.

Stadtkirchenpastor Latossek hatte im vergangenen Jahr das Lied "Herr gib uns Mut zum Brücken bauen" für den Gottesdienst ausgewählt. „Das ist ein wichtiger Gedanke, Brücken zu bauen zu Menschen, die uns bisher fremd waren“, meinte Latossek. Dieses Mal wird das Stück "Vertrauet den neuen Wegen" aus der Feder eines ostdeutschen Theologen gesungen. „Das wirkt stark ermutigend für die Aufgabe, die vor uns liegt, dass wir weiter zusammenwachsen“, betonte Latossek.