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Celle Stadt Dichter Ernst Schulze war ein "Mann von großer Sprachkraft"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Dichter Ernst Schulze war ein "Mann von großer Sprachkraft"
20:32 20.08.2017
Musikalischer Rahmen: Lisa-Marie Bürger und Luca Walendy. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Ernst Schulze (1789 bis 1817), ein Dichter der Romantik, gelte als „ein Mann von großer Sprachkraft“, habe „alte dichterische Formen den Menschen wieder nahegebracht“, und sei, nebenbei bemerkt, auch ein begeisterter Wanderer gewesen: So stimmte Lothar Haas, Vorsitzender der Ernst-Schulze-Gesellschaft, die Zuhörer auf das etwas ungewöhnliche Experiment eines Wandelkonzerts ein. Schulzes Wanderungen durch den Harz, die Flusslandschaften der Aller und Weser – sie alle fließen ein in seine Werke, spiegeln Erfahrungen und Empfindungen des jungen Poeten wider.

Um der Wanderlust des vor 200 Jahren in der Herzogstadt verstorbenen Dichters ein Denkmal zu setzen nun also ein Wandelkonzert: An fünf verschiedenen Stationen im Park des Landkreises Celle rezitierten Wiedenroth und Winnacker launig und stimmgewaltig aus Schulzes Schaffen – letzterer sogar, dem Anlass durchaus angemessen, stilecht in Weste, Gehrock und Zylinder. Dass die Zuhörer aufgrund des schlechten Wetters nur drei der fünf Stationen erleben durften (die restlichen zwei Stationen fanden schließlich im rasch hergerichteten Sitzungssaal des Celler Kreistages statt), tat der Stimmung dabei keinen Abbruch.

Junge Talente der CJD-Musikschule Celle umrahmten die Rezitationen von Schulzes sogenannten „Orts-Gedichten“, die Titel wie „Celle“, „Hameln“, „Bodenwerder“ oder „Karlshafen“ tragen, mit Saxophon, Querflöte und Klarinette. Die ausgewählten Stücke, unter anderem von Mozart, Schumann und Haydn, bezauberten und ergänzten das Natur-Thema der ausgewählten Werke in perfekter Harmonie.

Von Christina Matthies