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Celle Stadt Diskussion in Celle über Kirchenmusik
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Diskussion in Celle über Kirchenmusik
15:53 28.03.2017
Dietmar Korthals beim Gesprächskonzert im „Notenkeller“. Es wurde sehr ambitioniert diskutiert. Quelle: Alex Sorokin
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Daniel Kunert, Organist und Betreiber des Celler Musik-Medienhauses „Notenkeller“ hatte interessierte und involvierte Menschen zu einer Diskussionsrunde mit demonstrierten Beispielen innovativen Orgelspiels eingeladen. Als Fachmann für dieses Thema hatte er den Komponisten, Arrangeur und Konzertorganisten der Dortmunder Pauluskirche, Dietmar Korthals, gewonnen.

Die Runde war sehr ambitioniert, sich den Weg zwischen „unmodern, veraltet, vorsintflutlich“ und „neue Wegen, neue Klängen und neuen Arten, die aber die ihren Sinn, Liturgie und Gottesdienst zu unterstreichen verlassen“ aufzeigen und erklären zu lassen. Dieses Jahr, das im Zeichen einer großen Reform steht, ist wohl besonders geeignet, auch über Reformen und Umgestaltung von Kirchenmusik zu sprechen.

Könnten neue Formen, eine andere Art der Musikvermittlung die Menschen auch wieder mehr in die Kirche locken – und wenn, wie sollte/könnte das aussehen? Dietmar Korthals, beschäftigt sich seit langem mit diesen Fragen. In seinen Kompositionen und Arrangements lotet er aus, wo und wie sich in die Kirchenmusik Einflüsse von Pop, Jazz und anderen Klangwelten einbringen lassen und wie weit sich Musik verändern kann und darf, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Über Chancen und Grenzen wurde eifrig diskutiert. Das Fazit: Es bedarf eines sanften doch zielgerichteten Prozesses. Kirchenmusik sollte nach wie vor in erster Linie den Gottesdienst begleiten und ihn sinnvoll ergänzen. Eine „Reform“ werde jedoch auch für die Kirche immer wichtiger werden.

Von Doris Hennies