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Celle Stadt Durchbruch mit neuer Jazz-Reihe nun doch teilweise geglückt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Durchbruch mit neuer Jazz-Reihe nun doch teilweise geglückt
13:48 11.12.2011
Jazzkonzert im F¸rstenhof. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

War man die ersten beiden Male noch froh, dass man den hinteren Raum durch eine mobile Wand vom vorderen Raum samt Bar abtrennen konnte, so war das Wegnehmen dieser Wand nun zumindest hilfreich, um sämtliche Gäste unter zu bringen. Damit wäre man dann bei den Punkten, die man nicht als Durchbruch für diese Veranstaltungsreihe bezeichnen kann.

Während man an den Tischen direkt vor den Musikern bei bester Sicht geradezu zugeschallt wurde, konnte man im mittleren Barbereich bei diffusem Klangbild und immer noch recht lauter Musik naturgemäß kaum etwas sehen. Die Gäste im hinteren Nebenraum saßen so ungünstig wie in einem Seitenschiff bei einem Kirchenkonzert.

Bei aller Wertschätzung für das hartmannsche Engagement, diese Reihe ins Leben gerufen zu haben: Für die nächsten Male muss er sich dringend Gedanken machen, wie diese akustischen und platztechnischen Dinge zu optimieren sind. Ganz klar wurde: Die Grotte bedarf keiner elektroakustischen Verstärkung. Und wenn, dann muss sie viel vorsichtiger gehandhabt werden als dies an diesem Abend geschehen ist.

Das Konzert von Jazz-Sängerin Inna Vysotzka und vier Instrumentalisten mit seinem vorweihnachtlich angehauchten Programm erwies sich als abwechslungsreiche Sache. Da folgten geradezu cooljazzartige Klänge auf eher Souliges, bekannte deutsche Weihnachtsliedmelodien wurden genauso in eigenen Arrangements dargeboten wie Melodien internationaler Herkunft. Das gebotene technische Niveau war hoch – hervorragende Soli! – die musikalische Originalität war von Stück zu Stück allerdings sehr unterschiedlich. Insgesamt war der Abend eine erfreuliche Sache, die aber noch nicht als umfassend gelungen bezeichnet werden kann. Am 2. Februar darf man sich auf den nächsten Jazz-Abend an diesem Ort freuen.

Reinald Hanke

Von Reinald Hanke