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Celle Stadt EU-Förderung "nicht auf Null runterfahren"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt EU-Förderung "nicht auf Null runterfahren"
12:56 30.03.2012
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Von der Ziel-1-Förderung der Europäischen Union hat auch Celle profitiert. Viele Millionen Euro sind aus Brüssel geflossen. Mit dem Geld wurden Unternehmen unterstützt und Infrastrukturmaßnahmen gefördert. 2013 endet die Förderung. Doch es gibt Hoffnung, dass es zu einer Nachfolgeregelung kommt – allerdings mit weniger Zuschüssen und kürzerer Laufzeit.

Wie Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) bei einem IHK-Treffen in Celle erläuterte, erwartet er Kürzungen beim Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und beim Europäischen Sozialfonds (ESF). Die Bemühungen des Landes gehen in die Richtung, die Förderung nicht sofort auf Null herunterzufahren, sondern eine Übergangslösung anzustreben. „Diese Öffnungsmöglichkeiten brauchen wir", betonte der Minister.

Die Verbesserung der Infrastruktur ist aus Sicht des Ministers ein wesentlicher Faktor zur Steigerung des Wirtschaftswachstums. Dazu zählt Bode neben dem Ausbau der Verkehrswege die Versorgung mit Breitbandkabel. Bei dem IHK-Treffen teilte er mit, dass Celle beim Ausbau des LTE-Netzes dabei sein wird. LTE steht für Long-Term-Evolution und ist ein neuer Mobilfunkstandard und UMTS-Nachfolger, der mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde deutlich höhere Downloadraten erreichen kann.

Das Ziel-1-Programm bot eine Förderung von bis zu 75 Prozent. In Zukunft dürfte es weniger sein. „Es ist derzeit schwierig abzuschätzen, welche Förderschwerpunkte bei den Verhandlungen herauskommen", hatte Kreisrat Gerald Höhl im Februar im Wirtschaftsausschuss des Landkreises gesagt.