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Celle Stadt Ein Tag im Leben eines Schornsteinfegers
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ein Tag im Leben eines Schornsteinfegers
18:23 23.08.2018
Von Dagny Siebke
Im Keller kontrolliert Schornsteinfegermeister Stefan Schreiber einen Gas-Brenntwertkessel. Übers Tablet erfasst er alle wichtigen Werte. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

In der Regel um 7 Uhr morgens beginnt die Arbeitszeit von Schornsteinfegermeister Stefan Schreiber morgens in der Firma. Dann nimmt der 36-Jährige erste Telefonate entgegen. Zwar er hat sich vorher mit einem Zettel bei seinen Kunden angemeldet. Doch trotz der festen Planung gibt es kurzfristig immer wieder Terminänderungen, da Berufstätige entweder nur früh am Morgen oder spät am Abend Zeit haben.

Spätestens 8 Uhr fährt Stefan Schreiber zum ersten Kunden hinaus und ist den ganzen Vormittag unterwegs. Innerhalb von fünf Stunden schafft der selbstständige Handwerksmeister es, sich um sieben oder acht Kunden zu kümmern. Die Beratungen dauern, je nachdem, worum es geht, zwischen 15 und 45 Minuten.

Ab 13 oder 14 Uhr ist der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger wieder im Büro erreichbar. Stefan Schreiber kümmert sich ab 1. September um die hoheitlichen Aufgaben. Sein Mitarbeiter übernimmt privatwirtschaftliche Aufgaben wie die Messarbeiten. Am Tag betreut dieser 12 bis 15 Kunden. Wenn es gut läuft, beschäftigen viele selbstständige Schornsteinfegermeister noch einen Lehrling.

"Den Kehranzug tragen wir nur noch beim Fegen. Bei Messtätigkeiten oder der Feuerstättenschau ziehen wir unsere normale Arbeitskleidung an", erzählt Stefan Schreiber.

Große Zeitfresser im Büro sind die Feuerstättenbescheide, die die Bezirksschornsteinfeger für alle Gebäude in ihrem Bezirk ausstellen müssen. Das mehrseitige Formular wurde eingeführt, als Anfang 2013 das langjährige Schornsteinfeger-Monopol fiel. Hausbesitzer können seitdem selbst entscheiden, wer ihnen aufs Dach steigt. Im Gegenzug müssen die Kunden aber bestimmte Fristen für die Besuche einhalten und sicherstellen, dass die Heizanlage regelmäßig gewartet und auf ihre Sicherheit überprüft wird. Diese Rahmenbedingungen legt der Feuerstättenbescheid fest, der zweimal innerhalb von sieben Jahren erstellt werden muss. Um etwa 16 Uhr macht ein Schornsteinfeger Feierabend.

Fünf bis zehnmal im Jahr macht sich der Pieper der Feuerwehr bei Stefan Schreiber bemerkbar. "Bei einem Schornsteinbrand fahren wir umgehend raus", sagt der Meister. "Wenn Ruß zu brennen anfängt, bläht er sich um das 10- bis 15-fache aus." Es droht Hitzestau und durch Risse könnten Flammen dringen. Mit einem Brandkehrgerät soll der Querschnitt frei bleiben. Früher wurde dazu auch ein Findling verwendet.

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