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Celle Stadt Ein gallisches Dorf der Genüsse
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ein gallisches Dorf der Genüsse
15:36 01.09.2013
Von Gunther Meinrenken
Ein Gläschen Wein, ein Stück Elsässer Flammkuchen und als Hintergrundmusik französische Chansons - so lässt es sich leben, nicht nur in Frankreich, sondern auch bei der Fête Francaise im Französischen Garten. Quelle: Alex Sorokin
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An weiß gedeckten Tischen sitzen die Celler am Teich im Französischen Garten und lassen sich Burgunderbraten und ein Gläschen Rotwein schmecken. Durch den Park weht CanCan-Musik von der Sparkassen-Bühne herüber, wo die Tänzerinnen von "Moulin Rouge" im Takt ihre Beine in die Luft werfen und ihre Röcke rauschen lassen. Auf der anderen Seite des Veranstaltungsgelände zeigen die Artistokraten ihre beeindruckende Körperbeherrschung, spreizt eine der Künstlerinnen ihre Beine zum Spagat – wohlbemerkt auf einem Seil. Diese besondere Atmosphäre erlebten am vergangenen Wochenende die Besucher der Fête Francaise.

Die zweite Auflage des Festes stand dabei am Sonnabend zunächst nicht unter einem guten Stern. Der Durchzug eines Regengebietes vermieste vor allem den Händlern des Französischen Marktes, auf dem Walnüsse, getrocknete Früchte aller Art, Brot, Wurst, Käse, Seife, Oliven und natürlich Wein verkauft wurde, am Nachmittag die Laune. Pünktlich um 17 Uhr, zum Beginn der eigentlichen Veranstaltung riss allerdings der Himmel auf. Trotz des kühlen Abends fanden dann noch zahlreiche Celler den Weg in den Französischen Garten.

Stilecht mit Baskenmützen bekleidet waren auch Bianca und Oliver Schnoor unter den Gästen. Sie machten sich Hoffnungen, den Sieg bei der "Baskenmütze des Tages" davonzutragen. Beide waren schon einmal in Frankreich, verbrachten eine Woche in Paris. „Es ist schon toll, wie die Franzosen das Essen genießen und Französisch ist für mich die schönste Sprache der Welt, das ist wie Musik in meinen Ohren“, schmeichelte Bianca Schnoor den Bewohnern unseres Nachbarlandes, bevor sie sich zur Bühne begaben, an der Starkoch Monsieur Baguette die Sieger des Wettbewerbs küren wollte.

Kurz zuvor hatte hier der Magier Cody Stone sein Publikum verblüfft. Gleich zu Anfang schrieb er das Wort "Bowlingkugel" auf einen Block, den er in der Hand hielt, und ließ dann eine solche aus den Zeichenblättern zu Boden fallen. Die Frage, wie er das gemacht hat, dürfte so manchen Besucher noch bis in den Schlaf verfolgt haben.

Am Rande der Vorstellung zog Marianne Krohn, Geschäftsführerin der Celle Tourismus und Marketing, denn auch eine positive Bilanz der Veranstaltung: „Wir haben die Bühnen und Stände enger zusammengezogen, haben hier ein kleines gallisches Dorf geschaffen, die Gastronomie haben wir etwas ausgebaut. Die Stimmung ist gut, die Leute sind gekommen. Wir sind zufrieden, dass die Celler die Fête Francaise so gut annehmen“, sagte Krohn.