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Celle Stadt "Ein kleiner Funke genügt"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Ein kleiner Funke genügt"
18:24 24.07.2018
Erinnerungen an den verheerenden Waldbrand: Feuerwehrleute im Einsatz (rundes Foto) und verbrannte Flächen im August 1975 (rechts unten). In diesem Jahr mussten sich die Wehren bisher nur mit kleineren Feuern beschäftigen, hier zwischen Lachtehausen und Gockenholz. Quelle: Florian Persuhn (2/Archiv) / Joachim Gries (1/Archiv) / Archiv Cz
Celle

celle. Bisher wurden die Feuerwehren in Stadt und Landkreis eher zu kleineren Bränden wie solche an Böschungen oder auf Feldern gerufen. Die konnten alle schnell gelöscht werden.

Hier kommt es immer wieder zu Böschungsbränden. „Das hat mit dem knochentrockenen Gras zu tun“, weiß Olaf Rebmann, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Celle. „Da reicht ein kleiner Funke, eine weggeworfene Zigarettenkippe oder eine Glasscherbe, in der sich das Sonnenlicht bricht.“ Um kurz nach 3 Uhr brannten in der Nacht zu gestern an der Verbindungsstraße Schafstallweg von Nienhagen nach Nienhorst auf einer Fläche von fünf Quadratmetern trockene Gräser und Sträucher am Fahrbahnrand. Sogar der in der Nähe befindliche Waldrand war bereits auf einer Fläche von etwa 30 mal fünf Metern in Mitleidenschaft gezogen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Nienhagen konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers gerade noch verhindert werden.

„Wir können nur an jeden appellieren, sich auf Wiesen oder im Wald vernünftig zu verhalten“, sagt Rebmann. „Und vor allen Dingen sofort die 112 anzurufen, wenn man ein Feuer sieht. Je eher die Feuerwehr den Brand bekämpfen kann, desto geringer sind die Auswirkungen.“ Großbrände, glaubt Rebmann, könnten hier so schnell nicht entstehen. „Man soll natürlich nie nie sagen, wir erinnern uns ja noch gut an die 70er Jahre. Aber seitdem ist unsere Ausrüstung besser geworden, ebenso wie die Ausbildung.“

Außerdem werden ab heute wieder Kontrollflüge durchgeführt. Von Lüneburg und Hildesheim aus starten zwei Flugzeuge, die auch das Landkreisgebiet überfliegen. „Wenn eine Rauchsäule gesichtet wird, dann schauen die Piloten genauer nach. Und wenn es ein Feuer ist, dann können die Einsatzkräfte vom Flugzeug aus auch besser geführt werden.“

Dass Feuerwehrleute aus Celle nach Schweden oder Griechenland beordert werden, wie das zum Beispiel in Nienburg geschehen ist, hält Rebmann für unwahrscheinlich. „Die Feuerwehrleute werden vom Land abberufen. Und da wird schon geschaut, in welchen Gebieten größere Waldgebiete sind und die Feuergefahr hoch ist. Wir brauchen hier im Landkreis jeden Mann.“

Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes wird die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen noch steigen.

Von Jürgen Poestges und Carsten Richter

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