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Celle Stadt Elektro-Fahrräder neu am Start
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Elektro-Fahrräder neu am Start
12:45 11.09.2013
Von Michael Ende
Treten - dank Elektro-Unterstützung - nicht ganz so kräftig in die Pedale (von links): Rudolf Jeremias vom Hotel Brauner Hirsch, Engelbert Cologna vom Hotel St. Georg, Axel Wallbaum und Renee Söhner vom Hotel Caroline Mathilde und Bernd Zobel.  
Celle Stadt

Wenn Steuergelder in Form von Subventionen nur üppig genug sprudeln, dann klappt's auch mit der Energie- und Mobilitätswende. Jüngstes Beispiel dafür sind acht Elektrofahrräder, die jetzt die Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM) angeschafft hat. Das Geld dafür – immerhin 20.000 Euro – hat die Stadt aus ihrem Klimaschutzfonds spendiert. „Damit wollen wir einen wichtigen Impuls für die Elektromobilität im Stadtverkehr geben“, so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD). Gedacht seien die E-Bikes in erster Linie für die Nutzung durch Touristen.

„Die Vermietung läuft über das Reservierungssystem der CTM. Der Preis pro Tag beträgt 20 Euro“, so CTM-Geschäftsführerin Marianne Krohn: „Wir haben schon Anfragen von Gruppen, die alle Räder auf einen Schlag mieten wollen.“ Die Elektro-Drahtesel seien dezentral untergebracht, so CTM- Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Zobel (Grüne): „Als Partner haben wir die Hotels Caroline Mathilde, Brauner Hirsch und St. Georg gewonnen – dort stehen die E-Bikes bereit.“

Die Hotels, die ihren Gästen nun einen zusätzlichen Service anbieten könnten, beteiligten sich finanziell nicht daran, so Krohn: „Sie regeln die Ausgabe, das ist auch schon etwas.“ Privatleute dürfen allerdings nicht davon ausgehen, dass man im Rathaus die Elektro-Radler-Spendierhosen anbehält: Geschenkt gibt es die trendigen Flitzer nur für die Wirtschaft. Celler, die sich selbst ein Elektro-Rad anschaffen wollten, dürften sich keine falschen Hoffnung auf eine Förderung aus dem Klimaschutzfonds machen, so Mende.

Wer sein Haus sanieren will, kann hingegen auf städtische Zuschüsse hoffen. "Der Klimaschutzfonds weckt nach wie vor großes Interesse insbesondere im Bereich der energetischen Gebäudesanierung", heißt es aus dem Rathaus. Von April bis Mitte August seien zur energetischen Gebäudesanierung 40 neue Anträge gestellt worden. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Sanierung von Fenstern, gefolgt von Fassaden- und Dachdämmung: "Im Altstadtbereich wurden Förderanträge mit einer Fördersumme von 27.000 Euro und einem Investitionsvolumen von 145.000 Euro gestellt."

Nach wie vor würden auch Photovoltaik-Anlagen gefördert, so die Verwaltung: "Von April bis Mitte August 2013 wurden 15 förderfähige Anträge gestellt. Mit der Freischaltung des Celler Solarkatasters und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit dürfte eine verstärkte Förderanfrage zu erwarten sein." Der städtische Fördertopf sei längst noch nicht leer: "Insgesamt stehen aktuell noch 640.000 Euro an ungebundenen Fördermitteln im Klimaschutzfonds zur Verfügung." Michael Ende