Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Endspurt im Celler OB-Wahlkampf: Nigge setzt auf Wechselstimmung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Endspurt im Celler OB-Wahlkampf: Nigge setzt auf Wechselstimmung
23:44 11.09.2016
Von Michael Ende
In zwei Wochen wollen sie richtig feiern: Jörg Nigge gut gelaunt im Kreis seiner Unterstützer. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Jörg Nigge wirkte energiegeladen wie immer, doch auch ihm war anzumerken, dass er einen langen Wahlkampf hinter sich hatte. "Ich habe in acht Monaten insgesamt 637 Termine absolviert – das schlaucht", so Nigge, den seine Frau und Kinder begleiteten. Der Wahlkampf sei eine Reise in die Zeit seiner Jugend gewesen, die er in Celle verbracht habe, so Nigge: "Schon allein die vielen netten Begegnungen und die enorme Unterstützung, die ich erfahren habe, waren die Sache wert."

Bereits um 18.08 Uhr wollte der erste Sympathisant Nigge gratulieren – ein herzliches Schulterklopfen. Nigge lächelte: "Dafür ist es noch ein bisschen zu früh." In der Tat. Als um 18.38 Uhr die ersten Wahlbezirke ausgezählt waren, zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab, bei dem der Amtsinhaber Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) fast die ganze Zeit knapp vorne lag – als 47 von 74 Bezirken ausgezählt waren, nur mit 0,2 Prozent Vorsprung. Am Ende hatte niemand die absolute Mehrheit erreicht.

Nun steht eine Stichwahl an. "Für die Ehrenamtlichen im CDU-Stadtverband und für die Mitglieder unserer Partei bedeutet das zwei weitere Wochen informieren, überzeugen, arbeiten. Aber wir wissen, wofür wir arbeiten: für einen kompetenten, jungen Oberbürgermeister, für eine verlässliche Verwaltung mit neuer Energie an der Spitze", so Celles CDU-Vorsitzender Alexander Wille.

"Also müssen wir zwei Wochen kämpfen. Die Aussicht auf klare Führung im Rathaus, auf gute Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Rathaus und Rat der Stadt, auf eine Politik, die Realität mit Energie und Lust auf Celle verbindet – darauf freut sich die Fraktion der CDU", sagte Ratsfraktionsvorsitzender Heiko Gevers.

CDU-Kreisvorsitzender Henning Otte gab sich optimistisch: "Herr Mende hat die Mehrheit der Celler nicht mehr hinter sich. Das Ergebnis zeigt eine klare Trendwende zugunsten von Jörg Nigge. Von Beginn an hat er die Sympathien der Menschen gewonnen und mit seinen Ideen und Konzepten für Celle überzeugt. Dagegen ist Herr Mende als Noch-Amtsinhaber trotz Ausnutzens aller Möglichkeiten zur Selbstdarstellung in den letzten vier Wochen schwer unter Druck geraten."

CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Adasch sagte: "Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das spannender nicht sein könnte. Entschieden ist nichts. Jetzt muss es uns und an der Spitze Jörg Nigge gelingen, die klare Wechselstimmung in Celle zu nutzen und nochmals deutlich zu machen, dass es am 25. September auf jede Stimme ankommt."

Als Leichtathlet weiß Nigge, dass bei Rennen die letzten Meter die wichtigsten sind: "Das Rennen ist offen. Nun geht es darum, in den kommenden 14 Tagen noch einmal alles zu geben und unsere Wähler zum Urnengang zu bewegen. Die Menschen in Celle wollen den Wechsel. Es geht um zehn frische Jahre für Celle."