Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Energieprojekt Heese-Nord: Zuspruch aus Berlin
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Energieprojekt Heese-Nord: Zuspruch aus Berlin
18:13 10.02.2014
Von Gunther Meinrenken
Die Energetische Stadtsanierung Heese-Nord erstreckt sich über die farbig gekennzeichneten Häuserzeilen.
Celle Stadt

2400 Einwohner verteilt auf 198 Gebäude in zwölf Straßenzügen möchte die Stadt Celle beim Pilotprojekt "Energetische Stadtsanierung Heese-Nord" in absehbarer Zeit mit erneuerbaren Energien versorgen. Ein äußerst anspruchsvoller Ansatz. Bestätigung fanden die Verantwortlichen in Celle jetzt bei den Initiatoren des Förderprogramms. "Bei einem Besuch von Vertretern des zuständigen Bundesmnisteriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Celle hat sich gezeigt, dass sich unser Projekt deutlich unter den anderen hervorhebt", freute sich Celles Klimaschutzbeauftragter Ulrich Kaiser.

Gerade das Ziel, einen ganzen Stadtteil mit erneuerbaren Energien zu versorgen, sei unter den anderen 67 Projektteilnehmern ungewöhnlich. Als weitere Besonderheiten hätten zwei Faktoren die Delegation beeindruckt. "Zum einen war dies die Bereitschaft der vier beteiligten Wohnungsbaugesellschaften eng mit der Stadt Celle zu kooperieren, sich stark einzubringen und nach marktfähigen Lösungen zu suchen", sagte Kaiser.

Zum anderen habe der zuständige Staatssekretär Andreas Schüring die Ansicht vertreten, den Ansatz, das Gebiet geothermisch zu versorgen, weiterzuverfolgen. Das Ministerium wolle die Celler weiter inhaltlich und planungstechnisch unterstützen.

Eine Zusage über Fördermittel sei damit freilich nicht verbunden gewesen. Die könnte man für das Projekt allerdings gut gebrauchen. Allein für die geothermische Bohrung rechnet Kaiser mit Investitionskosten von 30 Millionen Euro, auf die Wohnungsbaugesellschaften kommen noch einmal insgesamt etwa 20 Millionen Euro für die energetische Sanierung der Gebäudehüllen zu.

Als nächsten Schritt will man im Neuen Rathaus das Projekt auf realistische Beine stellen. "Wir sind an Geoenergy herangetreten. Der Verein soll uns dabei unterstützen, eine Machbarkeitsstudie mit den jetzt vorliegenden Daten zu erstellen", erklärte Kaiser. Ende des Jahres wolle man so eine Datenlage vorweisen können, die möglichen Investoren zur Verfügung gestellt werden könne.

Zuvor wird das Celler Projekt allerdings noch eine besondere Rolle spielen. Beim Kongress aller teilnehmenden Städte wird Kaiser das Vorhaben in der Heese im Mai auf einem Kongress vorstellen. Diese Gelegenheit erhielten nicht alle.