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Celle Stadt Engpässe bei Medikamenten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Engpässe bei Medikamenten
18:12 13.09.2018
Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle

Auch bei anderen Mitteln wie Aspirin Complex von der Firma Bayer, Andrenalin-Pens und dem Blutverdünner Aspirin i. v. 500 Milligramm wird es eng, sagt Magdalena Linz, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen. „Dem Gesundheitsamt in Celle sind die derzeitigen Lieferengpässe bekannt“, so Landkreissprecher Tore Harmening. Dennoch gebe es keinen Grund zur Panik, sagen Celler Apotheker.

„Wir können die Versorgung der Patienten sicherstellen“, sagt Jens Woost, Inhaber der Antares-Apotheke. „Es ist zwar so, dass der Wirkstoff für Ibuprofen 600 Milligramm gerade schwer lieferbar ist, aber das Problem lässt sich beheben“, so Woost weiter. Man könne in den meisten Fällen auf andere Hersteller oder Medikamente ausweichen.

Auch Annette Lubbe, Inhaberin der Zugbrücken-Apotheke, bleibt angesichts der aktuellen Lage gelassen: „Es gibt ja öfter Engpässe bei manchen Herstellern. Wir können uns darauf einstellen.“ Viele Apotheker versuchen, solchen Schwierigkeiten mit gezielten Vorratskäufen zu begegnen.

Das ist jedoch gerade für kleinere Apotheken schwierig. Sie sind dann oft besonders stark von unvorhersehbaren Lieferengpässen betroffen. „Das liegt in der Natur der Sache“, sagt Woost. Kleinere Apotheken stünden vor der Herausforderung, einerseits die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, andererseits verfügen sie oftmals nicht über die nötigen Ressourcen, um große Mengen bestimmter Mittel auf Vorrat zu kaufen. Wenn dann mal ein Medikamentenhersteller Probleme hat, sind manche Marken schnell vergriffen.

Der Ursprung des aktuellen Engpasses bei Ibuprofen 600 Milligramm finde sich in den USA, wo der Hersteller BASF produziert, sagt Magdalena Linz. „Die Firma musste seine Produktionsstätte in Boston vorübergehend stilllegen. Sobald es ein Problem bei der Produktion gibt oder die Nachfrage saisonal steigt, spüren das die Wirkstoffproduzenten, die Arzneimittelhersteller und vor allem die Apotheker.“ Denn weltweit würde Ibuprofen nur in sechs Fabriken hergestellt, die in China, USA und Indien stehen.

Auch andere Wirkstoffe werden größtenteils im EU-Ausland produziert. „Der harte Preiswettbewerb hat dazu geführt, dass die Hersteller ihre Produktionen in Schwellenländer verlagern, die nicht über die westlichen Produktions- und Sicherheitsstandards verfügen und dann für Produktionsprobleme anfällig sind“, klagt die Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen.

Entspricht eine Lieferung dann einmal nicht den hohen Qualitätsstandards für den europäischen Markt, wird sie für den Import gesperrt. Dann komme es in Deutschland schnell zu einem Engpass. „Arzneimittel sind keine Waren wie Schuhe oder Pullis, die man überall herstellen kann“, sagt Linz. „Geringe Lagerkapazitäten, Just-in-time-Management und die Konzentration auf wenige Zulieferer verschärfen das Problem zusätzlich.“

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