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Celle Stadt Entscheidung zur Celler Haesler-Siedlung vertagt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Entscheidung zur Celler Haesler-Siedlung vertagt
18:43 03.05.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Thomas Brandt
Celle Stadt

"Je mehr man sich damit beschäftigte, desto mehr Schäden wurden festgestellt. Das hat niemand vorhergesehen. Das ist ein Drama", sagt Stadtbaurat und Vorsitzender der Otto Haesler Stiftung, Ulrich Kinder. Gestern stellte er zusammen mit dem Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) – dem Eigentümer der Haesler-Siedlung – Matthias Hardinghaus, das weitere Vorgehen vor.

Im nächsten halben Jahr soll die komplette Westfassade am Galgenberg 20 geöffnet werden. "Bisher wurde die Fassade nur punktuell aufgemacht. Mit der geplanten Öffnung sollen belastbare Aussagen zum Schaden, dem Aufwand einer Sanierung sowie eines Abrisses und den entsprechenden Kosten gemacht werden können", so Kinder. Anschließend werde es Gespräche und Diskussionen mit Fachleuten geben, wie man mit den Erkenntnissen umgehen soll.

Bei der Debatte ist dem Stadtbaurat auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit wichtig, "damit ein Ergebnis gefunden wird, das von einer breiten Masse getragen wird". "Es kann nicht heute schon das Ziel sein zu sagen, dass alles abgerissen wird. Ich möchte gerne in einem halben Jahr klarer sehen. Ob dann schon eine Entscheidung gefunden sein wird, steht noch nicht fest", sagt Kinder. Dass ein Beschluss nicht nur vor dem Hintergrund des anstehenden Bauhausjahres zügig getroffen werden muss, ist dem Stadtbaurat und Hardinghaus bewusst. Beim Leerstand müsse die WBG pro Monat einen fünfstelligen Betrag tragen.

Auch im Falle einer Sanierung kämen große Kosten auf die WBG zu. Nach derzeitigem Stand ist mit etwa 11 Millionen Euro zu rechnen, die kaum allein von der WBG getragen werden können. Die Chance auf Fördermittel ist bisher nicht in Sicht. "Wir hoffen, das Bauhausjahr als Plattform nutzen zu können, um Gelder zu bekommen. Ich sehe das, Stand heute, allerdings so nicht. Trotzdem werden wir alles versuchen", sagt Hardinghaus.

Mittlerweile haben 36 der 52 Mieter in der Haesler-Siedlung eine neue Wohnung gefunden. "Für jeden, der Mieter kann man, was die Ausstattung sowie die Wohnfläche betrifft, von einem Upgrade sprechen", sagt Hardinghaus. Bei den übrigen 16 Bewohnern sei die WBG weiterhin auf der Suche. Der WBG-Geschäftsführer gibt sich zuversichtlich, für jeden Mieter bis Ende August eine individuelle Lösung gefunden zu haben, sodass es zu keinen Zwangsräumungen kommen müsse. "Die Begleitung und Unterstützung der Mieter ist schon gut von der WBG organisiert", lobt Kinder.

Neben der Beratung gibt die WBG auf Nachfrage auch eine Umzugspauschale in Höhe von maximal 500 Euro. Dennoch könne auch "der beste Vermieterservice" die emotionale Situation der Mieter nicht aufwiegen. "Wir bedauern die Situation der Mieter sehr. Auch für uns hängen Emotionen dran, da es sich bei der Siedlung um unsere Gründungsbestände handelt. Dass Mieter dort lange wohnten und dass diese nun verpflanzt werden, bedauern wir sehr", so Hardinghaus.

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