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Celle Stadt Erbschaft als letzte Rettung: Celler Tierheim hangelt sich von Monat zu Monat
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Erbschaft als letzte Rettung: Celler Tierheim hangelt sich von Monat zu Monat
16:18 27.04.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Dagny Siebke
Celle Stadt

Als Doppelspitze übernehmen Astrid Brauner und Thomas Hoppenstedt ab 1. Juni die Leitung des Celler Tierheims in Vorwerk. Die beiden haben sich am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereines vorgestellt. "Ich bin im Tierheim lebendes Inventar", sagte Brauner. Schließlich arbeitet sie dort seit 29 Jahren. Die 51-Jährige war die erste Auszubildende im Tierheim. Hoppenstedt kommt aus Oerbke und bringt langjährige Erfahrung mit Hunden mit. "Ich kenne viele andere Tierheime", erzählte der 52-Jährige. Das Duo tritt die Nachfolge von Roman Thönies an, der Anfang des Jahres nach 17 Jahren "aus gesundheitlichen Gründen" gekündigt hat.

Dass die Leitung von einem Team übernommen werde, habe keine finanziellen Auswirkungen, betonte Norman Hardt, Schatzmeister des Tierschutzvereins. Er stellte am Mittwoch den Jahresbericht 2017 vor. Am Ende erzielten die Tierschützer einen Überschuss von 17.750 Euro. Doch davon wurden noch Darlehensabträge in Höhe von 13.230 Euro abgezogen. Die Verbindlichkeiten betrugen am Ende des Jahres 123.390 Euro.

"Hätten wir die Erbschaft in Höhe von 27.000 Euro nicht gehabt, hätten wir einen enormen Verlust gehabt", warnte Hardt. Für Fundtiere erhalte der Tierschutzverein vom Landkreis Celle eine Pauschale von ungefähr 14.000 Euro im Monat. Doch um die Fixkosten abdecken zu können, werde ein Differenzbetrag von weiteren 14.000 Euro benötigt. "Wir als Vorstand sind mit unserem Latein am Ende. Für ein Jahr können wir nicht mehr sicher planen", betonte Hardt. Man hangele sich von Monat zu Monat. "Deshalb können wir dieses Jahr keinen Azubi einstellen", so der Schatzmeister.

Insgesamt betrugen die Einnahmen 2017 410.000 Euro. Davon waren 65.000 Euro Spenden. "Erfahrungsgemäß kommen die meisten Spenden um die Weihnachtszeit herum, doch was machen wir von April bis September?", fragte Hardt. Erbschaften könne man noch weniger in den Wirtschaftsplan einrechnen.

Neben den Finanzen war auch das Image des Celler Tierschutzvereins Thema. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie als Vorstand von der Gerüchteküche nichts mitkriegen", sagte einer der rund 30 Besucher. Diskutiert wurde, ob Welpen auch an Senioren vermittelt werden sollen.

Doch bei der Imagepflege sieht der Vorstand alle Mitglieder in der Pflicht. Schatzmeister Hardt betont: "Wir können jede helfende Hand gebrauchen." Auf dem Gelände und an den Gebäuden des Tierheimes gebe es allerhand zu tun. Allein für die Dauerbaustelle Katzenquarantäne sind noch 70.000 Euro nötig. Auch bei der Vermittlung von Tieren sei mehr Unterstützung für die Vor- und Nachkontrolle bei den neuen Besitzern nötig, so Hardt.

Mehr Infos unter www.tierschutz-celle.de

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