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Celle Stadt Straßenbahn kommt zurück nach Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Straßenbahn kommt zurück nach Celle
08:53 09.02.2019
Von Christopher Menge
Der Celler Pastor Peer-Detlev Schladebusch hat diese Straßenbahn aus dem Jahr 1921 gekauft. Quelle: Peer-Detlev Schladebusch
Celle

Vom „Abschied von der lieben Celler Straßenbahn“ berichtete die Cellesche Zeitung am 4. Juni 1956. 63 Jahre später – im Jahr 2019 – wird das gleiche Medium von der spektakulären Rückkehr der Elektrischen berichten.

„Wir mussten eine Straßenbahn haben, das hatte Trüller klar erkannt. Wie er es nun durchsetzte, alle Ratsmitglieder, auch die konservativen, zu dieser Ansicht zu bekehren – das ist typisch für seine frische, originelle Tatkraft“, schreibt Carla Meyer-Rasch in „Celler Persönlichkeiten“. „Er kaufte sich in Berlin einen alten ausgedienten Straßenbahnwagen, den er in seinem Garten aufstellen ließ.“

Das gleiche macht jetzt Schladebusch. Der Pastor für Führungskräfte in der Wirtschaft hat das ehemalige Chauffeurhaus von Harry Trüller an der Kirchstraße in Celle gekauft. Dort will er mit mit der historischen Straßenbahn an den Initiator von einst erinnern. „Der Wagen passt wegen des Baujahrs von 1921 sehr gut zum Chauffeurhaus von Harry Trüller, welches ebenfalls 1921 errichtet wurde“, sagt Schladebusch, der die Straßenbahn im Museum in Sehnde erworben hat. Für welchen Preis, möchte er nicht sagen.

Demnächst sollen die Gleise in seinem Garten verlegt werden, dann wird die Straßenbahn, die zuletzt in Kassel fuhr, mit einem großen Kran darauf gehoben. „Trüller hat die Bahnen für Celle auch an verschiedenen Orten zusammengekauft“, sagt Schladebusch.

Der 55-Jährige hofft, dass er Straßenbahnbegeisterte findet, die ihm bei der Restaurierung helfen. Optisch soll die Bahn genauso aussehen wie die, die einst durch Celle fuhr – oben in Elfenbein, unten in einem Blauton. „Leider habe ich nur Schwarz-Weiß-Fotos“, sagt Schladebusch. „Ich bin dankbar für alle Hinweise.“ Zudem suche er Informationen über die Celler Straßenbahn und historische Gegenstände von Trüller wie Keksdosen, Briefe oder Werbung.

„Trüller ließ einen schmalen Tisch zwischen den beiden seitlichen Bankreihen anbringen. Und dann lud er die Bürgervorsteher zu einer offiziellen Sitzung nebst gutem Frühstück ein“, schreibt Meyer-Rasch. „Hier an Ort und Stelle wurde alles genau besprochen und – gleich festgemacht.“ Wenige Monate später fuhr die Straßenbahn durch Celle. Ob nun bald Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge in der Straßenbahn im Garten von Peer-Detlev Schladebusch sitzt?

Wer Informationen hat oder Peer-Detlev Schladebusch unterstützen möchte, meldet sich unter Telefon 0173-8616802 oder per E-Mail an peerschladebusch@t-online.de.

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