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Celle Stadt Ernestinum-Schulleiter kritisiert Landkreis
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ernestinum-Schulleiter kritisiert Landkreis
18:21 27.06.2011
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Fechner nimmt damit Bezug auf das Veröffentlichungsdatum des Gutachtens. Dieses sei eine Woche vor den Anmeldetagen bekannt gemacht worden. „Da kann kein Mensch mehr reagieren. Das sind die gleichen Praktiken, die der Landkreis auch schon beim Hölty angewendet hat.“ Auch dieses stand einmal zur Disposition. Die Folge: Die Anmeldezahlen gingen damals zurück. Gleiches ist jetzt beim Ernestinum geschehen. Normalerweise werden etwa 90 Schüler pro Jahrgang angemeldet. Nach Veröffentlichung des Schulgutachtens, in dem das Ernestinum zur Disposition gestellt wurde, waren es nur 64. Fechner macht das beste daraus, wirbt jetzt mit kleineren Klassen von 23 Schülern, was viel Raum biete für individuelle Förderung, so der Schulleiter.

Doch das Ernestinum belässt es nicht beim Lamentieren. „Das älteste Gymnasium der Herzogstadt Celle nimmt die Herausforderungen des Schulgutachtens an“, heißt es in einer Presseerklärung. Die Schule will einer „seiner Stärken, nämlich auch Realschüler zu einem guten Abitur zu führen, nun zur Tugend“, machen“. Mit der Einführung des Oberschulsystems im Landkreis, so die Idee, will das Ernestinum die Oberstufe für die gymnasialen Zweige organisieren und die Oberschüler durch die Klassen 10 bis 12 zum Abitur führen.

Dabei sei der geographische Standort der Schule im Osten der Stadt sei ideal für die Einzugsgebiete Flotwedel und Wathlingen. Kein Wunder, dass das Ernestinum im Kampf für den Fortbestand auch Rückendeckung von Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube und Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms bekommt. Sie fordern der Landkreis auf, bei der gymnasialen Versorgung die regionalen Aspekte zu berücksichtigen“.

Das Ernestinum will zudem das Fach Sport stärken. Zudem weist die Vorsitzende des Schulelternrates, Cathérine Hollerbach, darauf hin, dass das Gymnasium mit der starken Stellung der Naturwissenschaften und nun auch mit dem Profilfach Französisch längst nicht mehr nur einen Schwerpunkt in alten Sprachen bilde.