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Celle Stadt Ernüchternde Antworten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ernüchternde Antworten
08:00 26.09.2018
Von Gunther Meinrenken
Wie steht es wirklich um die Unterrichtsversorgung an den Celler Grundschulen? Die Landesschulbehörde gibt dazu nur ausweichende Antworten. Quelle: Caroline Seidel
Celle

Wer über eine Anfrage an die Landesschulbehörde versucht, sich ein realistisches Bild über die Unterrichtsversorgung an den Celler Grundschulen zu verschaffen, der wird letztlich enttäuscht. Das erging jetzt auch dem FDP-Fraktionsvorsitzenden im Celler Rat, Joachim Falkenhagen, so. Vor dem Hintergrund der umfangreichen Abordnungen zog Falkenhagen den Schluss, dass es um die erteilten Unterrichtsstunden an den 15 Celler Grundschulen schlecht bestellt sei. Die Stadt leitete die Anfrage an die Landesschulbehörde weiter. Doch die Antworten sind wenig erhellend, wie Falkenhagen nach der jüngsten Sitzung des Schulausschusses feststellt.

Ausschussmitglied Kerstin Carstensen von der Landesschulbehörde, die zu den einzelnen Punkten, die Falkenhagen interessierten, Stellung bezogen hatte, hatte sich für die Sitzung sogar noch einen Kollegen als Verstärkung mitgenommen. Doch das wäre gar nicht nötig gewesen. Die Ausschussmitglieder nahmen die Antworten ohne Diskussion zur Kenntnis. Falkenhagen selbst war nicht vor Ort, er musste den parallel stattfindenden Finanzausschuss leiten.

Die Antworten, stellen ihn allerdings nicht zufrieden. So wollte die FDP unter anderem wissen, in welchem Umfang an einzelnen Grundschulen im vergangenen und laufenden Schuljahr nicht vorhandene Lehrkräfte durch Abordnungen ersetzt worden sind. Mit Hinweis auf den Datenschutz verweigerte Carstensen zu diesem Punkt genaue Angaben. Zitat aus der Vorlage: "Die Daten wären nicht mehr anonymisiert, wenn unter Zuhilfenahme weiterer Faktoren ein Rückschluss auf die dahinter stehenden Personen möglich wären." Dabei erschließt sich auch als Außenstehender nicht unbedingt, wie man aus einer reinen Zahl über abgeordnete Lehrerstunden auf die Person des Lehrers schließen könnte.

Außerdem verwies Carstensen darauf, dass es derzeit keinen "Unterrichtsversorgungswert" gebe, da dieser erst jährlich an einem bestimmten Stichtag erhoben werde. Allerdings mutmaßte sie, dass sich die Unterrichtsversorgung an den Celler Grundschulen wohl um die 100 Prozent einpendeln werde. Falkenhagen: "Das spiegelt eh nur die Good-Will-Planung der Landesschulbehörde wider, da dort Ausfälle durch Schwangerschaften, Krankheit oder Fortbildungen gar nicht erfasst werden".

Der FDP-Fraktionsvorsitzende interessierte sich deswegen vielmehr für den tatsächlichen Unterrichtsausfall, auch über die zu erteilenden Pflichtstunden hinaus. Doch eine solche Statistik wird bei der Landeschulbehörde gar nicht geführt. Falkenhagen wundert das nicht: "Die wahren Werte werden verschwiegen, weil sie peinlich wären."

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