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Celle Stadt Erste GeoEnergy-Projekte
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Erste GeoEnergy-Projekte
15:08 15.03.2012
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. "Jetzt steigen wir in die Technologieentwicklung vor Ort ein. Das ist ein Riesenschritt" - Susanne Schmitt, Vorsitzende des Erdwärme-Kompetenznetzwerkes GeoEnergy Celle, freut sich, dass jetzt das "Drilling Network Niedersachsen" (DNN) aus der Taufe gehoben wurde. Das DNN ist der Zusammenschluss sich ergänzender kleiner und mittlerer Unternehmen, die gemeinsam mit niedersächsischen Forschungsinstitutionen Produkte und Dienstleistungen für die Erschließung der Geothermie als grundlastfähige Energiequelle entwickeln wollen.

Das DNN ist eines der ersten Projekte, das aus der Forschungskooperation des GeoEnergy Celle und von Forschungsinstitutionen entstanden ist. Das Celler Netzwerk und niedersächsische Hochschulen hatten 2011 die Forschungskooperation Geothermie besiegelt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Partner zur disziplinübergreifenden Bündelung der Kompetenzen zum Forschungsthema Geothermie in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung zu forcieren.

Zum Projektstart des DNN hätten sich die Projektpartner in Celle getroffen, um die nächsten Schritte zu planen, so Schmitt: "Im Rahmen des DNN sollen insgesamt fünf technologieorientierte Leitprojekte entwickelt werden, mit denen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen Innovationen für die Geothermie realisieren können. In diesem Zusammenhang ist die weitere Einwerbung von Fördermitteln für die Projektpartner der Entwicklungsprojekte eine Hauptaufgabe des DNN."

Das DNN setzt sich aus folgenden Unternehmen zusammen: C.A.T. GmbH, Celle. Fangmann Energy Services GmbH & Co. KG, Salzwedel. Hartmann Valves GmbH, Celle. HeideGeo GmbH & Co. KG, Munster. ITAG Tiefbohr GmbH, Celle. Schwindt Hydraulik GmbH, Celle. Steffel KKS GmbH, Lachendorf. Die Forschungsexpertise wird eingebracht durch: TU Braunschweig, Institut für Dynamik und Schwingungen. TU Clausthal, Energieforschungszentrum Niedersachsen. Universität Göttingen, Geowissenschaftliches Zentrum. Universität Hannover, Institut für Transport- und Automatisierungstechnik.

"Wir beschreiten tief unter Tage technisches Neuland", so Schmitts Stellvertreter Wolfgang Genannt. In dieser Beziehung habe sich der Technologie-Standort Celle in der Branche längst deutschlandweit einen Namen gemacht. Bei den Projekten, die nun angeschoben würden, sollten spezielle Bohrlochköpfe und Verrohrungskonzepte entwickelt werden, so Genannt. Außerdem solle die Verbesserung von Förderraten und die Automatisierung von Bohrprozessen angestrebt werden sowie die Korrosions- und Temperaturbeständigkeit von Materialien verbessert werden.

Dass DNN-Netzwerk werde vom Bundeswissenschaftsministerium gefördert, erläutert Andreas Baar, Prokurist der innos-Sperlich Gmb, die die Management- und Organisationsdienstleistungen des DNN erbringt und sich um den Fördermittel-Fluss kümmert. Der solle nicht zu knapp ausfallen. So stünden für das Celler Netzwerk an sich auf drei Jahre verteilt 350.000 Euro zur Verfügung. Das gleiche gelte zusätzlich für jedes einzelne der Projekte. Baar: "Hier soll Technologie entstehen, die sich auf dem Markt behaupten kann."