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Celle Stadt Erstes „Künstlergespräch“ im Atelier 22
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Erstes „Künstlergespräch“ im Atelier 22
13:01 17.08.2018
Die Kunsthistorikerin Meggie Hönig sprach mit Faisal Al Hasan im gut besuchten Atelier 22 über dessen Leben und Werk. Quelle: Peter Bierschwale
Celle Stadt

Das Atelier 22 wolle mit dieser Veranstaltungsform den Interessierten helfen, die Kunstwerke zu verstehen und mit den Gästen in Kontakt kommen, erklärte die Vorsitzende Evelyn Reschke im Vorfeld. „Bei den Ausstellungen gibt es eine Vernissage, und vielleicht noch eine Finissage, dazwischen passiert aber nichts. Das wollen wir ändern!“, meinte Jürgen Henke, der die Laudatio auf der Vernissage gehalten hatte und ebenfalls dem Vorstand angehört.

Zunächst ging Meggie Hönig in ihrem einleitenden Vortrag auf die Biografie und den Stil des Künstlers ein. Al Hasan war in seiner Heimatstadt ein hochangesehener Künstler, musste aber fliehen, weil er wegen seiner Sympathie für den Arabischen Frühling vom Folter-Regime alAssads akut bedroht war. Al Hasan malt überwiegend große, ausdrucksstarke Ölgemälde, die sich mit stilistischen Anleihen aus dem Surrealismus und dem Kubismus mit den Themen „Krieg“ und „Arabischer Frühling“ auseinandersetzen.

Nach ihren einleitenden Worten wandte sich Gesprächsmoderatorin Hönig mit Fragen an Hasan. Gespräche, die übersetzt werden müssen, gestalten sich grundsätzlich eher zäh, aber in diesem Fall wurde es ganz schwierig, teils auch unergiebig: Der syrische Künstler Faisal Al Hasan spricht weder Deutsch noch Englisch, sodass ein sogenannter Sprachmittler eingesetzt werden musste. Meggie Hönig wollte mit dem hochqualifizierten Künstler über philosophische Fragen, seinen Stil und seine persönlichen Eindrücke sprechen. Der Syrer Mazen Ziad mühte sich redlich, Hönigs Fragen ins Arabische, und die Antworten zurück ins Deutsche zu übersetzen. Aber darin war er sprachlich wie fachlich überfordert, obwohl Hönig ihm ihre Fragen rechtzeitig zugeleitet hatte.

Beispielsweise fragte Hönig mit Blick auf den Ausstellungstitel, wie sich denn nach seinem Eindruck die Zivilisation in Syrien gewandelt habe. Darauf gab es keine brauchbare Antwort. Moderatorin Hönig war nicht zu beneiden.

Dennoch sollte das Atelier 22 die „Künstlergespräche“ fortführen, denn man ahnte selbst bei dem Gespräch mit Faisal Al Hasan, wie spannend sich solche Gespräche entwickeln könnten.

Von Peter Bierschwale

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