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Celle Stadt Erstklässler ziehen Bilanz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Erstklässler ziehen Bilanz
19:00 31.08.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Audrey-Lynn Struck

Schon bevor die Schulzeit überhaupt anfängt, machen sich viele Abc-Schützen Gedanken. Sätze wie „Dort kann man bestimmt nicht mehr so viel spielen.“ oder „Hausaufgaben gehören dazu.“ sind keine Seltenheit. Doch stimmen die Erwartungen überhaupt mit der Realität überein und sind die Ängste berechtigt?
Die CZ hat vier Schulanfänger am Anfang dieses aufregenden Lebensabschnitts begleitet. Bereits vor den Sommerferien erschienen ihre Erwartungen und Ängste in einem Zeitungsartikel. Nach den Ferien kommt nun der Test. Hat sich wirklich alles bewahrheitet?

Jeden Tag ein
Kakao für Tilda

„Ich hab richtig auf den ersten Schultag gewartet. Das Lernen ist tatsächlich noch toller, als ich es mir vorgestellt habe“, erzählt die Erstklässlerin Tilda begeistert. Der Schnuppertag hatte der Cellerin einen ganz anderen Eindruck von dem Schulalltag vermittel. Nun habe sie richtige Stunden und auch die Pausenzeit sei um einiges kürzer. „Man muss gut auf die Klingel hören, sonst verpasst man noch den Unterricht und muss in der Pause nachsitzen“, so die Sechsjährige. Auch Kinder, die im Unterricht zu laut sind, dürfen nicht in die Pause. Die Grundschule Klein Hehlen arbeitet hierbei mit dem Ampel-Prinzip. Ist ein Schüler in der Stunde zu unruhig, wird er von dem grünen Bereich in den gelben Bereich gesetzt. Ganz laute Kinder können sogar in den roten Bereich kommen. „Bei uns sind das meistens die Jungen. Wer bei Rot ist, der darf in der Pause nicht spielen, sondern muss die Aufgaben nacharbeiten“, sagt Tilda. Zum Glück war die Erstklässlerin bisher jede Pause draußen. Dann geht sie am liebsten zum Hausmeister und kauft sich einen Kakao.

Ben findet viele
neue Freunde

Ben hat in der Schule schnell Freunde gefunden. Dabei kannte er anfangs niemanden aus seiner Klasse. „Ich bin der einzige, der vom AWO Kindergarten nach Garßen gegangen ist“, so der Sechsjährige. Jetzt spielt er am liebsten in den Pausen mit seinen Freunden an der Tischtennisplatte oder schlendert mit seinem Schulpaten über den Hof. Jeden Mittwoch ist „gesundes Frühstück“. Dann verkaufen einige der Mütter belegte Brötchen, Obst oder Gemüse. „Jedes Mal gibt es etwas anderes“, schwärmt Ben, der am aller liebsten eines der geschmierten Brote isst. Manchmal machen seine Lehrer sogar am Mittwoch früher mit dem Unterricht Schluss, sodass die Schüler schneller zum Essen kommen. Wenn es aber zu laut ist, müssen die Kinder noch in die Pause hinein auf ihren Stühlen sitzen bleiben. „Das mit dem Melden müssen wir in unserer Klasse noch lernen. Einige reden einfach so rein“, erzählt der Garßener. Im Deutschunterricht üben die Kinder gerade den Buchstaben A zu schreiben. „Ab und zu tut dann noch meine Hand vom vielen Schreiben weh“, sagt Ben.

Helene würde
gerne ausschlafen

Die fünfjährige Helene hat keine Angst mehr vor der Schule. Ihr Lehrer und ihre Klassenkameraden sind nett, sie kennt sich gut im Gebäude aus und alle Fächer machen viel Spaß. Vor allem der Deutschunterricht hat es der Cellerin angetan. Sie liebt es in den Heften zu arbeiten. Ein Fach konnte bisher allerdings noch nicht so ganz Helenes Herz erwärmen: Kunst. Dort hat die Klasse bis vor kurzem ein Bild für einen Wettbewerb gemalt. „Diese Aufgabe mochte ich nicht. Ich finde es schade, wenn nur einer gewinnt und die anderen verlieren“, erklärt die Erstklässlerin, die sich nun auch wieder sehr auf den Kunstunterricht freut. Bereits um 12 ist Unterrichtsende. Dann darf Helene zusammen mit den anderen Erstklässlern auf dem Pausenhof spielen, ehe es um 13 Uhr nach Hause geht. Lediglich am Dienstag ist der Tag wegen der sogenannten Lernzeit länger. Auch mit den Hausaufgaben steigt die Hehlentor Schule langsam ein. Die Fünfjährige muss lediglich am Montag und Donnerstag Hausaufgaben machen. Einen Haken gibt es für Helene allerdings an der Grundschule: das frühe Aufstehen. „Das Problem ist, dass ich abends mein Bett nicht mag und morgens mag ich es viel zu sehr.“

Louis freut sich
auch auf Pausen

Louis konnte den Matheunterricht kaum erwarten. Schon vor der Einschulung übte er in einigen Heften das Rechnen. „Am Schnuppertag haben wir fast nur gespielt und wenig gelernt“, beklagte sich der Celler noch vor den Sommerferien. Diese Einstellung hat sich nun etwas geändert. „Ich freue mich jetzt auch auf die Pausen. Schließlich ist frische Luft sehr wichtig“, so Louis. Laufen, damit er schneller auf dem Pausenhof ist, darf Louis allerdings nicht. Das ist nämlich in der Hehlentor Grundschule strikt verboten. „Einer ist einmal auf den Fliesen hingefallen und hatte dann ein Loch im Kopf“, sagt der Sechsjährige. In seiner Klasse arbeiten die Lehrer ebenfalls nach dem Ampelprinzip. Anders als in der Grundschule Klein Hehlen muss man jedoch vor die Tür, sobald man im roten Bereich ist. „Dann sitzt man einfach nur rum, langweilt sich und denkt bestimmt: Was mache ich hier jetzt eigentlich?“, vermutet Louis. Wissen tut er es nicht, da er zum Glück noch nie auf rot stand. Wenn der Celler dann zu Hause ist, gehen ihm die Hausaufgaben von der Hand. Nach dem Mittagessen wird nur ganz kurz gespielt, dann macht sich Louis meist selbstständig an die Arbeit. „Das tollste ist gerade die Schule. Das macht einfach so viel Spaß.“

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