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Celle Stadt Euroskeptiker gründen Celler Kreisverband
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Euroskeptiker gründen Celler Kreisverband
16:10 12.09.2013
Von Simon Ziegler
Thomas Ehrhorn Quelle: Tore Harmening
Celle Stadt

Die Umfragen sind mau, kaum eine Prognose sieht die Alternative für Deutschland im Bundestag. Die Euroskeptiker landen derzeit nur bei rund 2 Prozent der Stimmen. Trotzdem glaubt Thomas Ehrhorn an einen Erfolg im September. „Es gibt verschiedene Umfragen, zum Beispiel den Wahl-O-Meter im Internet. Da liegen wir bei sieben oder acht Prozent. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Fünf-Prozent-Hürde knacken können“, sagt Ehrhorn, der in Jarnsen in der Samtgemeinde Lachendorf lebt.

Zusammen mit rund 25 Mitstreitern hat er in Uelzen den Celler Kreisverband der Alternative für Deutschland gegründet. Ehrhorn wurde zum Kreisvorsitzenden und zum Direktkandidaten für den Bundestag gewählt.

Von professionellen Strukturen ist die Partei noch weit entfernt. So gibt es keinen Internetauftritt des Celler Kreisverbandes. „Die Bundespartei wurde vor gerade mal vier Monaten gegründet. Dann kamen die Landesverbände. Jetzt werden die ersten Kreisverbände gegründet“, sagt Ehrhorn. Die Aufstellung zur Bundestagswahl sollte eine reine Formsache sein. Er brauche als Kandidat im Wahlkreis Celle-Uelzen 200 Unterschriften.

Der 54-jährige Pilot, der bei einer Tochter der Flugsicherung in Braunschweig arbeitet, hat sich in der hiesigen Kommunalpolitik noch nicht betätigt. Er sei seit Jahrzehnten politisch interessiert, wobei er sich mit SPD und Grünen noch nie identifizieren konnte, wie er sagt. Die CDU habe sich linken Inhalten angenähert. „Ich habe schon lange das Gefühl, dass grundlegende Dinge in unserem Land nicht stimmen. Das Wahlprogramm der AfD könnte das Instrument sein, Veränderungen herbeizuführen.“

Er hat dabei die Abschaffung des Euro im Blick. „Es wäre besser, wenn die südlichen Staaten den Euro aufgeben würden, sie leiden selbst darunter. Ein zu starker Euro belastet diese Länder“, glaubt Ehrhorn. Für Deutschland müsse das Ende des Euro zumindest eine Option sein. „Die Europolitik der Altparteien gefährdet unseren Wohlstand. Man darf die Wiedereinführung der D-Mark nicht ausschließen. Der genaue Weg dahin wird schwierig und langlebig sein.“

Ehrhorn legt Wert auf die Feststellung, dass die Partei nicht monothematisch sei. So befasse man sich im Programm zum Beispiel auch mit Bildung und Energiepolitik.