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Celle Stadt Evangelischer Congress in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Evangelischer Congress in Celle
16:29 11.06.2017
Von Gunther Meinrenken
Der Chor Hützel begleitete den Auftaktgottesdienst des Evangelischen Congresses. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Neue Wege entdecken, um seinen Glauben auszudrücken. Unter diesem Tenor stimmte im Auftaktgottesdienst Jörg Ahlbrecht die Besucher im gut besetzten großen Saal der Congress Union auf das Motto des Christentreffens ein. Er überraschte so manchen Gottesdienstteilnehmer mit der Anregung, den Sabbat wiederzuentdecken. "Ruhen, genießen, auf Gott schauen", so der Rat von Ahlbrecht, der seinen Zuhörern ans Herz legte, sich Auszeiten zu nehmen. "Auto waschen und Rasen mähen am freien Tag sind keine richtigen Auszeiten für einen selbst", so Ahlbrecht. Congress-Organisatorin Köster konnte gut nachvollziehen, was Ahlbrecht in seiner Predigt meinte. "Es gibt so viele erschöpfte Christen, weil wir nur noch machen, machen, machen."

Bei vielen Kongress-Teilnehmern fielen die Empfehlungen von Ahlbrecht auf fruchtbaren Boden. So auch bei Theodor Schwidurski. Der Braunschweiger war mit seiner Frau zum Evangelischen Congress nach Celle gereist. Nicht zum ersten Mal. "Ich möchte, was mein geistiges Leben betrifft, auftanken", war das erste Statement des Rentners.

Schwidurski schätzt es, seine Zeit in einer "Gemeinschaft von Gleichgesinnten" zu verbringen, und holte sich beim Congress "Impulse, auch um mich selbst in Frage zu stellen. Es ist gut, wenn man einen Tag hat, an dem man einmal in den Spiegel schauen kann, um zu sehen, welche Dinge man korrigieren kann, die nicht richtig gelaufen sind". Insofern war er dankbar für Anregungen. "Ich bin für Neues, auch wenn ich lieber das Vanilleeis esse und nicht das Eis mit Chiligeschmack", wie er in Anspielung auf Ahlbrecht meinte, der den Eisvergleich in seiner Predigt gebracht hatte.

Die Seminare und Workshops fand Schwidurski zwar interessant, allerdings wollte er seine Zeit lieber dazu nutzen, um mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen. Ein Aspekt, der auch von vielen anderen Kongress-Teilnehmern immer wieder genannt wurde. Dennoch nutzten zahlreiche Gäste der Veranstaltung den Nachmittag, um etwa bei "...und lege einen neuen Geist in Euch" und "Gottes Geschenke – was machen wir daraus", den eigenen Glauben zu vertiefen, oder sich bei "Innere Verletzungen loslassen" und "Brennen ohne auszubrennen – wie geht das" Anregungen für die Bewältigung persönlicher Probleme zu holen.

Besonderen Zuspruch erhielt am Nachmittag der Küchentalk mit dem Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Michael Diener. Er tischte seinen Zuhörern nicht nur neue Rezepte in der Vermittlung des Glaubens auf, sondern griff auch selbst zu Schürze und Küchenmesser.