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Celle Stadt Experte rät Unternehmern in Celle: Weiter im Nahen Osten investieren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Experte rät Unternehmern in Celle: Weiter im Nahen Osten investieren
21:51 18.05.2018
Zu Gast im Schlosstheater: Der Nahost-Experte und ehemalige Leiter des ZDF-Studios Kairo und Grimme-Preisträger Dietmar Ossenberg. Quelle: David Borghoff
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Immerhin 142 Firmen aus Niedersachsen haben intensive Geschäftsverbindungen zu dieser Region mit einem Umsatzvolumen von mehr als zwei Milliarden Euro. Und besonders im Iran sind die Handelsbeziehungen kontinuierlich gewachsen.

Gleich zu Beginn seines Vortrages ging Ossenberg auf die aktuelle politische Situation ein. Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA und zeitgleich die Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem haben das Ende des arabischen Traums von Frieden und einer Zwei-Staaten-Realität verdeutlicht. Nach Ossenbergs Auffassung sind die Palästinenser die Verlierer dieser politischen Entwicklung. „Sie haben sich selbst isoliert durch ständigen Streit innerhalb Palästinas und durch nicht endende Gewaltexzesse“, so der Experte.

Aber auch der Iran steht im Fokus der politischen Angriffe aus den USA und vor allem Israel. Die Kündigung des Atomabkommens durch US-Präsident Donald Trump wird sich belastend auf die Beziehungen zum Iran auswirken. Auch wenn Europa, Russland und China sich zum Atomvertrag mit dem Iran bekennen, werden sich einige Firmen, die auch im USA-Geschäft engagiert sind, möglicherweise aus dem Iran-Geschäft zurückziehen. „Es bleibt abzuwarten, wie die US-Regierung reagieren wird, wenn Firmen ihre Geschäftsbeziehungen zum Iran bestehen lassen oder gar ausbauen“, lautete die Einschätzung des Nahost-Experten.

Nach Ossenbergs Vortrag kamen die Zuhörer zu Wort. Geschäftsleute und der Leiter der Deutschen Management Akademie Niedersachsen (DMAN), Harald Becker, berichteten ausschließlich über positive Erfahrungen mit den Partnern im Iran und anderen Nahost-Ländern. „Sie sind vertragstreu, haben eine gewisse Affinität zu deutschen Unternehmen und expandieren“, sagte der Firmenvertreter von EXal, Carsten Braun.

Ossenberg, der seit langer Zeit überwiegend in Kairo lebt und dort einen Lehrauftrag an der Kairo-Media-School für Journalismus angenommen hat, bestätigte diese Einschätzung. Er machte den Unternehmern Mut, im Nahen Osten weiter engagiert zu bleiben und zu investieren. „Diese Länder sind es wert, dass wir dort investieren. Nicht nur aus wirtschaftlichem Interesse, sondern auch, um das Schicksal dieser Menschen dort zu verbessern“, lautete sein Appell an die anwesenden Unternehmensvertreter.

Eröffnet wurde der Informationsabend vom IHK-Vizepräsidenten Thomas Treude und dem Bereichsleiter International, Söhnke Feldhusen. Die Moderation übernahm Thomas Waldner (ehemals ZDF).

Von Günther Borchers

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