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Celle Stadt Expressive Bewältigung des Kriegs
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Expressive Bewältigung des Kriegs
13:52 08.05.2018
In seinen Werken versuchtder Künstler Wassem Alahmad die Auswirkungen des Kriegs in Syrien zu verarbeiten. Quelle: Doris Hennies
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Auch in Alahmads Bildern bricht etwas aus. Farbexplosionen, Kontraste – plakativ-farbige Gegensätzlichkeit – und dagegen eine plastische stereotype, musterhafte Einförmigkeit, ein sich intensiv wiederholendes optisches Mantra, dessen Eindringlichkeit (setzt man es einem Ausbruch von Emotionen gleich) man sich kaum entziehen kann. Hier wurde abgearbeitet, aufgewühlt (gewirbelt, gezwirbelt) herausgearbeitet, ein expressiver Versuch zu bewältigen. Andrea Hoffmann spricht in ihrer Einführung zur Vernissage von „psychedelisch anmutender, ornamentischer Linienführung“ und „fast monochromer Abstraktion“, wo „Form zu Farbe zerfällt und im weiteren Verlauf zu beinahe gewalttätiger Kontorsion wird“ – in Assoziation zur Gewalt, Macht, Brutalität, Zerstörung und Ausbreitung des Krieges in Syrien.

Figürliches ist in nur wenigen Bildern zu finden – es liegt im Wesentlichen im Auge des Betrachters und dessen Interpretation. Der Künstler überlässt dies der Wirkung nach außen – auch deshalb gibt es keine Titel. Ausdruck soll auf Gegenliebe stoßen, auf ein Angesprochensein, Ge- und Betroffensein reagieren. Mit rund 60 Kilogramm schwer zusammengerollter, bemalter Leinwand hat er sich auf die Flucht begeben – die Dokumente seiner Gefühlswelt, seines Lebens der letzten Jahre mussten mit, wie er überleben. Dafür musste er manch Anderes, was er geschätzt hat, zurücklassen. „Wenn eines meiner Bilder an einen neuen Besitzer geht, hoffe ich immer, dass er eine persönliche Verbindung dazu findet“, erklärt Wassem Alahmad

Der 32-jährige Künstler ist Autodidakt, malt aber mit Leidenschaft und erfolgreich anerkannt schon seit seiner Kindheit, hat ein abgeschlossenes Studium der Pharmazie in der Tasche. „Er bekennt sich“, so Andrea Hoffmann, „zum autochtonen Schöpfungsprozess, dessen Ergebnis ein farbliches Enzephalogramm ist: Der Künstler entäußert in einem spontanen Prozess die Sedimente seiner Emotionen und Wahrnehmungen in Farbe und Form. Zu jedem Bild gehört eine Wartezeit, in der die gesammelten Eindrücke künstlerisch „gähren“ bis sie – gleichsam eruptiv – zum Bild werden“. Die Wartezeit sei poetischen Teil des kreativen Akts.

Die Ausstellung ist nicht die erste mit Werken von Wassem Alahmad in Celle. Schon vor zwei Jahren zeigte Marianne Stumpf in den Kunsträu-men Arbeiten des Syrischen Künstlers – damals von dessen Bruder vermittelt. Seit September 2017 lebt jetzt auch der Maler selbst in Deutschland.

Von Doris Hennies

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